Die MieterInnen in der Röhrchenstraße 51 – 53A wehren sich gegen extrem hohe Mietsteigerungen und zum Teil unsinnige und extrem belastende „Modernisierungsmaßnahmen“ durch ihren Vermieter, die LEG Immobilien SE. Bereits vor Beginn der Maßnahmen wurden im grünen Hinterhof ohne Vorankündigung Bäume gefällt und ein Kinderspielplatz beseitigt. Der MieterInneverein befürchtet für das gesamte Wohngebiet eine starke Anhebung der Mieten und eine Verdrängung der jetzigen BewohnerInnen. Er fordert ein alternatives Konzept zur behutsamen Sanierung und die Unterstützung der Stadt Witten.
Unger Knut
Protest in Witten aus Anlass der LEG-Aktionärsversammlung
Zeit: Mittwoch, 26. Mai 2021, 18 Uhr
Treffunkt: vor dem MieterInnenverein , Schillerstr. 13, 58452 Witten
Bei einer Protestversammlung am 26. Mai um 18 Uhr , dem Vorabend der Aktionärsversammlung, werden wir an konkreten Beispielen in Witten aufzeigen, wie unsozial und dreist die LEG agiert. Wir wollen aber auch klar machen, dass die MieterInnen nicht machtlos sind. Immer mehr MieterInnen weigern sich, unbegründete Forderungen der LEG zu akzeptieren. Aber wir müssen noch viel mehr werden!
Vorwürfe aus Witten: LEG verletzt regelmäßig die kollektiven Rechte der MieterInnen
Am 27. Mai werden die Aktionäre bei der LEG-Hauptversammlung beschließen, sich 272,5 Mio. Euro Dividenden auszuzahlen. Diese Ausschüttungen entsprechen 43% der Mieteinnahmen des Jahres 2020. Von jedem Euro Kaltmiete entfallen also 43 Cent auf die Dividende! Auch im Vergleich zu anderen börsennotierten Wohnungsunternehmen zahlen die MieterInnen der LEG damit besonders viel für die Gewinne der Aktionäre. Und sie erhalten dafür besonders schlechte oder zweifelhafte Leistungen. Es gibt viele einzelne Beispiele. In Witten werfen wir der LEG vor allem die folgenden regelmäßigen Verletzungen der kollektiven MieterInnenrechte vor.
Trotz Corona: Vonovia führt systematische Wohnungsbegehungen durch
MieterInnenverein: Niemand muss die Vonovia-Beaufragten ins Haus lassen
Trotz der anhaltend hohen Inzidenzwerte (EN-Kreis aktuell: 132,7) hat die Vonovia in mehreren Wittener Quartieren systematische Wohnungsbegehungen angekündigt, die noch in dieser Woheh beginnen sollen. Der MieterInnenverein Witten die Vonovia aufgefordert, auf diese Besichtigungen zu verzichten. „Die Mieter sind nicht verpflichtet, die Beauftragten der Vonovia in ihre Wohnungen zu lassen“, stellt Mietervereinssprecher Unger klar. „Selbst ohne Corona würde dazu die Begründung der Vonovia nicht ausreichen.“
Nach Protesten: Schweizer Wohnungs-AG Peach nahm Kündigungen und Mahnungen zurück
[UPDATE 14.4.0221] Im letzten Jahr hat der Luxemburger Immobilienkonzern Grand City Properties ein Paket mit tausenden Wohnungen in NRW an den Zürcher Immobilienkonzern Peach Property Group verkauft. Darunter auch die Häuser in dem Wohnviertel Auf dem Höffken/Wannen in Witten-Heven. Keine drei Monate nach dem Verwalterwechsel erhielt eine ganze Reihe von MieterInnen nun Zahlungserinnerungen in vierstelliger Höhe. Einzelnen langjährigen Mietern wurde sogar fristlos gekündigt. Der MieterInnenverein Witten, der seit vielen Jahren Menschen aus diesem Quartier vertritt, sprach von einem „sinnlosen Versuch, die MieterInnen zur Zahlung unbegründeter Forderungen zu bewegen“. Inzwischen hat Peach in Schreiben den den MieterInnenverein und die betroffenen Mietenden die Kündigungen zurückgezogen und auf Altforderungen verzichtet.
