Explodierende Versicherungskosten der LEG vor Gericht – steckt mangelhafte Instandhaltung dahinter?

Seit Jahren kritisieren Mieterorganisationen mangelhafte Instandhaltung und verschleppte Reparaturen bei großen Wohnungskonzernen wie LEG und Vonovia. Nun sieht der MieterInnenverein Witten einen weiteren gravierenden Zusammenhang: Es besteht der begründete Verdacht, dass insbesondere die LEG die Folgen dieser Versäumnisse über stark steigende Gebäudeversicherungen auf die Mieter abwälzt. Zwischen 2019 und 2024 haben sich die Prämien nach Angaben des Vereins mehr als verdreifacht. Hunderte Mitglieder haben deshalb – auch aus weiteren Gründen – vollständige Belegeinsicht eingefordert und verweigern Nachzahlungen. Die Reaktion des Konzerns: über 100 Klagen. Der Konflikt spitzt sich zu – und wird nun vor Gericht ausgetragen.

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LEG missachtet Mieterrechte

Zurzeit bedroht die LEG Immobilien SE – das zweitgrößte Vermietungsunternehmen in Deutschland – zahlreiche Wittener MieterInnen mit Zahlungsklagen. Der Grund: Die MieterInnen halten Nachforderungen aus Betriebskostenabrechnungen zurück, die nicht vollständig belegt und in vielen Fällen grundlegend fehlerhaft sind. So wie es ihr gutes Recht ist. In anderen Fällen verklagt der Konzern Mieter auf Räumung, weil sie nach starken Mängeln die Miete gemindert haben. Jede Woche liefert die LEG neue Nachweise dafür, dass Mieterrechte für sie nicht zählen.

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Einwendungen zu Vonovia-Betriebskosten 2021-2022

Zusammenfassung der generellen Einwendungen des MieterInnenvereins Witten gegen die Prüffähigkeit der bisherigen „Belege“ zu den Abrechnungen 2021 und 2022 Trotz zahlreicher Aufforderungen hat uns die Vonovia keine Originalbelege zur Einsichtnahme vorgelegt, obwohl darauf eine Rechtanspruch besteht. Es wurden für keine der Positionen und Abrechnungszeiträume die verlangten Nachweise der Zahlung der in den Rechnungen angegebenen Beträge … weiterlesen

Aufsuchende Belegprüfung bei der Vonovia gescheitert

Heute – 20.11.2023 – hat der MieterInnenverein Witten einen letzten Versuch unternommen, für seine Mitglieder die Einsicht in die Originalbelege der Betriebskosten- und Heizkostenabrechnungen 2021 und 2022 zu erhalten. Dazu besuchte eine Mieterdelegation, nach rechtzeitiger Ankündigung, die Konzernzentrale der Vonovia SE in Bochum. Von dem in einem Schreiben vom 17.11.2023 mitgeteilten Hausverbot war nicht mehr die Rede. Die herbeigerufenen Vertreter aus der Öffentlichkeits- und Rechtsabteilung der Vonovia beteuerten, die geforderten Original-Belege seien in der Konzentrale nicht vorhanden. Man werde dem MieterInnenverein später einen neuen Termin mitteilen.  Der MieterInnenverein machte klare, dass er dieses seit Jahren praktizierte Spiel nicht akzeptiere. Er stellte noch einmal dar, welche Anforderungen an den vollständigen und prüffähigen Beleg zu stellen sind.  Er betrachte die Belegvorlage als abschließend verweigert.  Dabei sei er durchaus auch verhandlungsbereit, wenn die Vonovia die tatsächlichen Kosten und Gewinne offene lege.

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