So wehren wir uns gegen die börsennotierten Veremietungskonzerne
Mi. 20.5.2026, 19 Uhr, Ardey Hotel, Ardeystraße Witten
Vor rund 20 Jahren wurden viele Wohnungen im Ruhrgebiet an Finanzinvestoren und Weiterverwerter verkauft. Die Wohnungen dienen heute der Vonovia und der LEG dazu, die Mieten anzutreiben und Gewinne abzuschöpfen. Im Mai sollen die Aktionärsversammlungen wieder hohe Dividenden beschließen.
Für die MieterInnen bedeutet das:
VERTEUERUNG UND VERDRÄNGUNG
LEG, Vonovia & Co. erhöhen die Mieten fast jährlich bis zum rechtlich zulässigen Maximum und darüber hinaus. Bei der Wiedervermietung verlangen sie bis zu 40% mehr als im Mietspiegel steht.
NEBENKOSTEN-EXPLOSION
Große Teile der Rechnungen für Energie, Heizung, Gartenpflege oder „Hauswarte“ schreiben sich die Konzerne selbst. Die Prüfrechte der MieterInnen versuchen sie systematisch zu umgehen.
VERNACHLÄSSIGUNG
Die Vermieter sind schlecht erreichbar. Sie kümmern sich unzureichend um Reparaturen, um Müll und um Probleme der Nachbarschaft.
SCHÄDEN UND MÄNGEL
Immer wieder fallen Aufzüge und Heizungen aus. Zahlreiche Wohnungen sind schlecht gedämmt und von Schimmel befallen.
SO WEHREN WIR UNS
Seit Jahren halten Mitglieder des MieterInnenvereins – besonders MieterInnen der LEG – Nachforderungen aus undurchsichtigen Nebenkostenabrechnungen zurück. Damit wollen wir Transparenz, Kostensenkungen und eine bessere Wohnungsverwaltung dursetzen. Solange nur wenige MieterInnen mitmachten, hat die LEG mit einzelnen Zugeständnissen reagiert. Seit Anfang des Jahres aber hat sie Hunderte MieterInnen angemahnt. Über 100 erhielten Zahlungsklagen. Es kommt auch zu fristlosen Kündigungen. Dagegen wehren wir uns vor Gericht und in dezentralen Selbsthilfegruppen.
Am 20. Mai machen wir die Machenschaften der Konzerne öffentlich. MieterInnen und Mietorganisationen klagen an. JuristInnen und PolitikerInnen nehmen Stellung.