LEG-Hauptversammlung: Steigende Dividenden zu Lasten der Mieter

UPDATE 17.5.2018, 13:30 Uhr | Während die LEG Immobilien AG bei den Hauptversammlungen der letzten Jahre immer wieder noch mehr „Wachstum“ versprach, lautet das Motto in diesem Jahr nur noch „Chancen nutzen- Innovativ handeln“. Geht der LEG Immobilien AG, die vor zehn Jahren aus der Privatisierung des landeseigenen Wohnungsunternehmens hervorging, die Puste aus? Nach Beobachtungen von Mietervereinen mehren sich die Anzeichen eines systematisch überforderten Managements. Trotz stark überdurchschnittlicher Mieterhöhungen und ständiger Umstrukturierungen funktionieren alltägliche Abläufe in der Wohnungsbewirtschaftung immer schlechter. Daran kann der vom Vorstand beabsichtigte vermehrte Einsatz von Mieter-Apps und Vermieter-Bildschirmen in den Wohnungen nichts ändern.

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Gegenanträge zur Hauptversammlung 2018 der LEG Immobilien AG

Zur Hauptversammlung 2018 der LEG Immobilien AG haben wir im Rahmen der Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen drei schriftliche Gegenanträge gestellt:

1.Die Dividenden-Ausschüttung soll auf 1 Euro reduziert werden. Fast 129 Mio. Euro können damit in die Verbesserung der Wohnungen und des Mieterservices investiert werden, ohne dass es zu überzogenen Mieterhöhungen kommt.

2.Das bisherige System der Vergütung wird missbilligt, da es wohnungswirtschaftliche Fehlanreize setzt und die Vergütungen angesichts der realen wohnungswirtschaftlichen Verfassung der LEG Immobilien AG überzogen sind.

3. Die vorgeschlagene Liste der KandidatInnen für den Aufsichtsrat wird abgelehnt, da weder  Belegschaft noch  Mieterschaft vertreten sind und weil sich unter den KandidatInnen nur eine Frau befindet.

Wir meinen, dass durch die Korrektur der übermäßigen Dividendenausschüttung und der Fehlanreize des Vergütungssystems zur Mieterhöhung  die allen MieterInnen und Beschäftigten offensichtlichen Fehlentwicklungen der LEG  gestoppt werden müssen. Sonst schädigt das Unternehmen nicht nur die MieterInnen. Wenn die LEG ständig  die MieterInnen übervorteilt, den Service vernachlässigt und nicht genügend in den Erhalt der Gebäude-Substanz investiert untergräbt es seine Substanz.

 

Wir dokumentieren den Wortlaut und die Begründungen.

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AUFRUF: STOPPT DIE VONOVIA! Schluss mit dem Mietenwahnsinn bei Wohnungssanierung!

Aus Anlass der Aktionärversammlung der Vonovia am 9. Mai fordert der MieterInnenverein Witten einen Verzicht auf Gewinnausschüttungen, die zu Mieterhöhungen führen, die ohne angemessene Gegenleistung sind und die Einkommen der MieterInnen überfordern.  Wir rufen zur Teilnahme an der Protest-Veranstaltung am 8. Mai in Bochum-Langendreer auf. Wir empfehlen allen Vonovia-MieterInnen, sich besser zu organisieren, um die Angriffe des Konzerns auf unsere Einkommen und unsere Lebensverhältnisse abzuwehren.

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Gegenantrag zur Hauptversammlung 2018 der Vonovia SE

Mit einem Gegenantrag zur Hauptversammlung 2018 der Vonovia SE fordern wir, dass die vom Vonovia-Vorstand geplante Ausschüttung einer Dividende von 1,32 Euro je Aktie um 1 Euro gesenkt wird.  Fast 500 Millionen Euro können bei Verzicht auf diese Gewinnausschüttung dafür verwendet werden, die Wohnungen der Vonovia ohne extreme Mieterhöhungen zu erneuern und den schlechten Service zu verbessern.

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Die Vonovia ist ihrer Größe nicht gewachsen

Zur heute veröffentlichten Jahresbilanz 2017 der Vonovia SE erklärt Knut Unger, Plattform kritischer Mieteraktionär*innen und MieterInnenverein Witten: Der Vonovia-Vorstand plant eine Dividendensteigerung um 18 %, obwohl das Ergebnis vor Steuern nur um 3,8 %  verbessert wurde. Das um die bilanziellen Bewertungsgewinne der Immobilien (3,4 Mrd. €) bereinigte Ergebnis vor Steuern sank sogar um 9 %.  … weiterlesen