Ist das noch LEGal? So behandelt die LEG Wittener MieterInnen!

Bei ihrer Hauptversammlung am 19. Mai 2022 will die LEG die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von fast 300 Mio. Euro an ihre AktionärInnen beschließen. So sieht es der Antrag des LEG-Vorstandes vor. Die Ausschüttung entspricht knapp 44 % der Mieteinnahmen des Vorjahres. Schon seit Jahren werfen kritische AktionärInnen und Mieterorganisationen der LEG vor, dass diese hohen Gewinnausschüttungen zu Lasten der Mietenden gehen. In dieser Serie zeigen wir, welcher Tricks sich der größte Wittener Privatvermieter bedient.

2021 protestierten MieterInnen aus der Rathenaustraße in Witten gegen die damals geplante Ausschüttung. Ihr Vorwurf: Ungerechfertigte Mieterhöhungen, undurchsichtige Nebenkostenabrechnungen und unzureichender Service.

An den Missständen hat sich seitdem leider nichts geändert.

Alle Jahre wieder beglückt die LEG ihre MieterInnen mit sogenannten Anpassungen der Mieten an die ortsübliche Vergleichsmiete. Wer nicht unterschreibt, dem wird Klage angedroht.

Laut MieterInnenverein Witten waren alle ihm bekannten Mieterhöhungen der LEG in Witten unzulässig begründet. In allen Fällen ging und geht die LEG bei ihrer Einstufung in den Mietspiegel ohne Begründung vom Oberwert der Mieten-Spanne aus. Ein anderer jedes Jahr wiederholte „Fehler“ ist die Zuordnung falscher Merkmale, zum Beispiel einer Fassadendämmung.

Mit ihren Mieterhöhungen würde die LEG vor Gericht scheitern. Weil sie das weiß, erhebt sie fast nie Klage gegen Mitglieder des MieterInnenvereins. Ein Großteil der übrigen Mietparteien zahlt aber, –  aus Angst oder Bequemlichkeit. Die so erhöhten Mieten fließen in die nächste Mietspiegelerhebung ein und sorgen damit für die Anhebung der Mieten aller Menschen in Witten.

Die LEG ist der größte Mietpreistreiber der Stadt! Unterschreiben Sie keine Mieterhöhung ungeprüft!

Die Häuser der LEG  sind in die Jahre gekommen. Viele Dächer, Fassaden, Aufzüge und Heizungen müssen erneuert werden. Aber selbst bei extremen Mängeln warten die MieterInnen oft Jahre auf die Reparaturen. So in der Wittener Schückingstraße. Seit Juni 2021 kämpft dort eine Mieterin für die Reparatur des defekten Flachdaches.