Neue Mieterhöhungswelle der LEG in Witten

Sanierung auf Kosten der MieterInnen /  Verdrängung im „Wiesenviertel“ befürchtet

Die LEG Immobilien AG, mit etwa 1.600 Wohnungen der größte private Vermieter in Witten und die Nummer 3 bundesweit, hat an drei Standorten mit 35 Wohnungen in Witten-Mitte und Witten-Annen „Modernisierungen“ von lange vernachlässigten Gebäuden angekündigt. Die Maßnahmen, die im Juni beginnen sollen,  sollen je nach Objekt zu Mieterhöhungen um 25 % – 38 % führen. Im Einzelfall sind es  über 200 Euro. Der MieterInnenverein Witten fordert die LEG auf, über eine sachgerechte Anpassung der Planungen und eine deutliche Reduktion der beabsichtigten Mieterhöhungen  zu verhandeln.

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Vonovia Geschäftsbericht 2018: Dividenden auf Kosten der Mieter

Am heutigen Donnerstag, 7. März 2019, hat der größte börsennotierte Vermietungskonzern Europas, die Vonovia SE, ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2018 präsentiert. Demnach stieg der operative Gewinn (FFO1) auf 1,07 Mrd. Euro (Vorjahr: 920,8 Mio. Euro. Es soll eine Dividende in Höhe von 746 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, was einem Plus von 9 % je Aktie entspricht. Die Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen wirft der Vonovia vor, dass die Rendite auf zusätzlichen Belastungen der MieterInnen beruht. Von jedem Euro Miete fließen etwa 38 Cent an die AktionärInnen. Beim Börsenstart der Annington im Jahr 2013 waren es nur 23 Cent.

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LEG verklagt Wittener Mieter auf Zahlung für Instandmodernisierung

Am kommenden Mittwoch, 19.12.2018, 9 Uhr findet vor dem Amtsgericht Witten, Bergerstraße 14, eine Gerichtsverhandlung gegen einen LEG-Mieter aus der Schückingstraße in Witten-Annen statt.  Das LEG-Tochterunternehmen Rheinweg Grundstücksgesellschaft mbH hat die langjährigen Mieter L. auf Zahlung angeblich rückständiger Miete für vier Monate verklagt. Die Mieter hatten sich geweigert, eine Mieterhöhung wegen angeblicher „Modernisierung“ zu akzeptieren. Die Mieterhöhung soll 90,25 Euro im Monat betragen. Nach Meinung der Mieter ist das zu viel, da die Häuser ohnehin sanierungsbedürftig waren.  Mit dem MieterInnenverein Witten und einigen ebenfalls betroffenen NachbarInnen kämpfen sie für eine Reduktion der Mieterhöhungen in der gesamten Straße  auf das Niveau des Mietspiegels.

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VONOVIA: Die Mieterhöhungsmaschine passt ihre Modernisierungsstrategie an

[Update 11.12.2018] Am 6.12.2018 hat der größte deutsche Wohnungskonzern, die Vonovia S.E., seine Zwischenergebnisse für die ersten 9 Monate veröffentlicht und zugleich eine bewusst aufsehenerregende Modifikation der bisherigen Strategie der Miethöhung mittels „Modernisierung“ angekündigt. Aufgrund des Widerstandes der Mieter – so das Management gegenüber Analysten und Anlegern wörtlich – wird auf die Planung  von energetische Modernisierungen, für die  Mieterhöhungen von mehr als 2 Euro vorgesehen waren, für die nächsten zwei Jahre verzichtet. Stattdessen sollen die Mittel in andere Gewinnbringer investiert werden.

Damit bestätigt das  Vonovia-Management, dass die Proteste und kritischen Berichte der letzten Monate nicht mehr ignoriert werden konnten. Zugleich versucht die Vonovia geschickt, die Bildung einer Legende zu hoher Klimaschutzstandards zu begünstigen. Es soll Druck auf die Bundespolitik aufbauen, um der Forderung nach weiteren erforderlichen Verschärfungen des Mietrechts entgegenzuwirken. Für eine Entwarnung der MieterInnen und sozialen WohnungspolitikerInnen gibt es also  überhaupt keinen Grund.

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