|Update 17.8.2024| Bei der Prüfung der Heizkostenabrechnungen der LEG ist dem MieterInnenverein Witten aufgefallen, dass die LEG seit mindestens 2021 in vielen Wittener Wohnanlagen deutlich überhöhte Heizkosten verlangt hat. Nach den vor kurzem vorgelegten Wärmelieferverträgen mit der LEG-Tochter ESP dürften in den Heizkosten nur Nettopreise für die Wärme verlangt werden. Tatsächlich berechnet wurden aber Bruttopreise. Der Mieterverein hat die LEG aufgefordert, allen betroffenen Mietern diese und andere unrechtmäßige Kosten zu erstatten. Die LEG hat auf diese Aufforderung
bislang nicht reagiert. Gegenüber dem WDR hat sie die Falschabrechnungen bestritten. In einer Serie von Quartiersversammlungen klärt der MieterInnenverein über die Rechte der MieterInnen auf.


Heute – 20.11.2023 – hat der MieterInnenverein Witten einen letzten Versuch unternommen, für seine Mitglieder die Einsicht in die Originalbelege der Betriebskosten- und Heizkostenabrechnungen 2021 und 2022 zu erhalten. Dazu besuchte eine Mieterdelegation, nach rechtzeitiger Ankündigung, die Konzernzentrale der Vonovia SE in Bochum. Von dem in einem Schreiben vom 17.11.2023 mitgeteilten Hausverbot war nicht mehr die Rede. Die herbeigerufenen Vertreter aus der Öffentlichkeits- und Rechtsabteilung der Vonovia beteuerten, die geforderten Original-Belege seien in der Konzentrale nicht vorhanden. Man werde dem MieterInnenverein später einen neuen Termin mitteilen. Der MieterInnenverein machte klare, dass er dieses seit Jahren praktizierte Spiel nicht akzeptiere. Er stellte noch einmal dar, welche Anforderungen an den vollständigen und prüffähigen Beleg zu stellen sind. Er betrachte die Belegvorlage als abschließend verweigert. Dabei sei er durchaus auch verhandlungsbereit, wenn die Vonovia die tatsächlichen Kosten und Gewinne offene lege.