Für den 15. Mai 2019, 18 Uhr laden Mieterbund und die Plattform der kritischen ImmobilienaktionärInnen zu einer Versammlung anlässlich der Aktionärsversammlung der Vonovia SE in Bochum ein. MieterInnen und ihre UnterstützerInnen werden ihre Vorwürfe an den größten deutschen Vermietungskonzern in kondensierter Form präsentieren.
Unger Knut
Vonovia: Münchener Hausmeister-Urteil – Folgen für Witten und andere Standorte?
Das Amtsgericht München hat einem Mieter in weiten Teilen Recht gegeben, der gegen die Hauswartkosten der Vonovia geklagt hatte (Aktenzeichen 461 C 21735/17). Wie das Handelsblatt, die WAZ und die Süddeutsche Zeitung berichteten, bemängelte das Gericht, dass dem Kläger keine Einsicht in die Kostenstruktur und die Verträge vom Mutterkonzern Vonovia mit seiner ausführenden Tochtergesellschaft gewährt wurde. Außerdem habe der Vermieter aus den Betriebskosten Gewinn erzielt, was er nicht dürfe. Der MieterInnenverein Witten sieht sich durch dieses Urteil in seinen Vorwürfen gegen die Vonovia bestätigt.
Weitere LEG-Modernisierungen vor Gericht
Mit einem Kompromiss endete am 18. April eine Gerichtsverhandlung der LEG gegen eine Mieterin in der Schückingstraße 16 vor dem Amtgericht Witten. Nach dem Vergleichsvorschlag soll die Mieterin etwa die Hälfte einer Mieterhöhung von 90 Euro bezahlen, die die LEG verlangte.
Neue Mieterhöhungswelle der LEG in Witten
Sanierung auf Kosten der MieterInnen / Verdrängung im „Wiesenviertel“ befürchtet
Die LEG Immobilien AG, mit etwa 1.600 Wohnungen der größte private Vermieter in Witten und die Nummer 3 bundesweit, hat an drei Standorten mit 35 Wohnungen in Witten-Mitte und Witten-Annen „Modernisierungen“ von lange vernachlässigten Gebäuden angekündigt. Die Maßnahmen, die im Juni beginnen sollen, sollen je nach Objekt zu Mieterhöhungen um 25 % – 38 % führen. Im Einzelfall sind es über 200 Euro. Der MieterInnenverein Witten fordert die LEG auf, über eine sachgerechte Anpassung der Planungen und eine deutliche Reduktion der beabsichtigten Mieterhöhungen zu verhandeln.
Vonovia Geschäftsbericht 2018: Dividenden auf Kosten der Mieter
Am heutigen Donnerstag, 7. März 2019, hat der größte börsennotierte Vermietungskonzern Europas, die Vonovia SE, ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2018 präsentiert. Demnach stieg der operative Gewinn (FFO1) auf 1,07 Mrd. Euro (Vorjahr: 920,8 Mio. Euro. Es soll eine Dividende in Höhe von 746 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, was einem Plus von 9 % je Aktie entspricht. Die Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen wirft der Vonovia vor, dass die Rendite auf zusätzlichen Belastungen der MieterInnen beruht. Von jedem Euro Miete fließen etwa 38 Cent an die AktionärInnen. Beim Börsenstart der Annington im Jahr 2013 waren es nur 23 Cent.