MieterInnenverein Witten

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Witten, Deutschland, 15.04.2010

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Vormholz: Ärger mit Abrechnungen und Mängeln

Gegen den Protest der Mieter hatte die Hattinger Wohnstätten-Genossenschaft (HWG) ihre Häuser in Vormholz zum 1.1.2008 an eine Vermögensverwaltung verkauft. Danach herrschte zunächst Ruhe. Im letzten Herbst aber mussten sich die Mieter mit überzogenen Abrechnungen herumschlagen. Und auch um die Pflege der Anlage steht es nicht zum besten.

Als den MieterInnen der Wohnungen "Auf der Heide" und "Ruhrhöhe" Ende November die Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2008 ins Haus flatterten, wollten sie ihren Augen nicht trauen. Die Kosten der Müllabfuhr für einen Wohnblock waren von 710 auf 1759 € gestiegen, obwohl die städtischen Gebühren gar nicht erhöht worden waren. Auch die Versicherungskosten waren explodiert. Die betroffenen Mieter-Innen traten kollektiv dem MieterInnenverein bei. Der hielt Versammlungen ab und prüfte die Abrechnungen intensiv.

Schon nach dem ersten Schreiben des Vereins musste die Hausverwaltung Tiegel die Abrechnungen für „Auf der Heide“ und die falsch berechneten Müllgebühren korrigieren. Weitere Fehler fielen auf. Nach etlichen Schreiben des Mietervereins sind bis auf eine Position bei den Heizkosten inzwischen alle Rechnungsposten korrigiert oder nachgewiesen. Auch die Versicherungs- und Gartenpflegekosten. Hier hatte die HWG wesentlich günstigere Verträge. Und bei der Gartenpflege setzte sie auch eigenes Personal ein.

Das arbeitete wesentlich besser als die jetzt beauftragte Firma. Die MieterInnen ärgern sich über Wiesen, die sich in Moosflächen verwandelt haben, über nicht entsorgtes Laub und unzureichend beschnittene Bäume. Die Spielplatzanlagen wurden kaum noch gepflegt.

Nachdem der Herbeder "Dorfmeister" ab Frühjahr 2009 nicht mehr nach dem Rechten sah, unterblieb die Leerung der Papierkörbe und an manchen Stellen sammelte sich Sperrmüll.

Auf Initiative des Mietervereins nahm die Stadt Witten die Mängel an den Außenanlangen unter Beteiligung der Mieter zu Protokoll. Wenig später hatte der Vermieter zumindest den groben Dreck beseitigen lassen. Etliche Mieter haben auch Probleme mit Mängeln in den billig gebauten Wohnungen. Es gibt Schäden an Dächern und zugige Fassaden, durch die die Mäuse auf die Balkone krabbeln. Für einige Mitglieder hat der Mieterverein Mietminderungen erklärt.

In einer Wohngebietsgruppe will der Mieterverein mit seinen Mitgliedern weiter dafür eintreten, dass die Ex-HWG Siedlung in Vormholz in Schuss gehalten wird und dass die Mieter nicht geprellt werden.

Knut Unger, MieterInnenverein Witten

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