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Witten, Deutschland, 02.09.2010
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Mieter sauer: Stadtplanung für Einkaufszentrum
Vorgärten an der Berliner Straße sollen einer Gehwegerweiterung weichen. Dagegen wenden sich die Anwohner mit Unterstützung des MieterInnenvereins. Es gibt einfache Alternativen. Aber das Planungsamt stellt auf stur.
Nur durch Zufall erfihren die Mieter der Häuser an der Berliner Straße zwischen dem Einkaufszentrum "Stadtgalerie" und dem "Hauptbahnhof" davon, dass ihre Vorgärten einer Erweiterung des Gehweges weichen sollen. In der Folge verringert sich der "Sicherheitsabstand" zu dem immer stärker frequentierten Zubringer zum Einkaufszentrum "Stadtgalerie". Die Mülltonnen sollen direkt unter die Fenster der Wohnungen kommen. Überdies wird den zum Teil betagten Mieter/innen zugemutet, dieses erweiterte Geschäftsviertel zu reinigen. Und sie leiden unter dem Parksuchverkehr.
Die Mieter hatten sich schon vor Monaten vergeblich an ihren Vermieter – die Genossenschaft Witten-Süd – gewandt. Seit Wochen versucht nun der MieterInnenverein vergeblich, diese Genossenschaft und das Planungsamt Witten davon abzuhalten, die Vorgärten zu beseitigen.
Die naheliegende Alternative ist die Erweiterung des Gehweges zu Lasten einiger bewirtschafteter Parkplätze. Aber das Planungsamt stellt auf stur und behauptet, Änderungen zu Lasten der Anwohner müssten in einem "Geschäftsviertel" geduldet werden. Dabei gab es zu dieser Planung keine Bürgerbeteiligung, das Gebiet ist von keinem Bebauungsplan abgedeckt und es überwiegt ganz eindeutig eine Wohnnutzung.
Der MieterInnenverein fragt sich: Sollen die langjährigen Mieter für eine Geschäftszonen-Planung weg geekelt werden? Redaktion, MieterInnenverein Witten
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