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Witten, Deutschland, 02.03.2009

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ISTA: Abrechnungsfirma im Heuschreckenbesitz

Der in vielen Wittener Wohnungen tätige Es-sener Abrechnungskonzern ISTA zählt mit insgesamt 11 Mio. Abrechnungseinheiten und einem Umsatz von 628 Mio. (2007) zu den weltweit führenden Abrechnungsfirmen. In 25 Ländern beschäftigt er 4.500 MitarbeiterInnen.

Ursprünglich eine Tochter von Viterra und E.on wurde die ISTA 2003 an Fonds des britischen Finanzinvestors CVC verkauft. Im März 2007 verkauften diese ihre Beteiligungen an den Finanzinvestor Charterhouse Capital Partners weiter.

Zuvor warb die Ista laut „Financial Times" in einem Papier für Kaufinteressenten, dass die Immobilienverwalter in Deutschland bei den Ablesekosten relativ wenig "preissensibel" seien. Denn diese Kosten könnten einschließlich der Ausrüstung auf die Mieter abgewälzt werden. Wie sie das machen, kann man auch in Wittener Wohnungen beobachten. Dem Ver-mieter werden unnötige Leistungen angeboten, die der Mieter bezahlt.

In dem Papier hieß es laut FTD außerdem: "Die große Zahl der Kleinkunden steigert noch die Preisstabilität im Ablesemarkt, denn die Berechnung für diese Kunden ist weit weniger transparent, und sie haben weniger Verhandlungsmacht als große Profikunden." Heißt: Vor allem kleine Hausbesitzer sind für ista ein gefundenes Fressen. "Der (deutsche) Markt hat sich in eine oligopolistische Struktur entwickelt", zitiert die FTD weiter. Dies trage dazu bei, operative Gewinnmargen von "vor Sonderposten über 40 Prozent zu erzielen". In der Tat teilen sich nur wenige Große – die deutsche Nummer 1 ist "techem" – den lukrativen deutschen Abrechnungs-Markt. Trotz der auf die Weise eingefahrenen hohen Gewinne, ist das Unternehmen nach Zukäufen und Heuschreckenkuren hoch verschuldet. Zur Kostensenkung sollten Abrechnungen nach Polen verlagert werden.

Das Problem liege am System, sagte DMB-Präsident Rips. "Die Mieter müssen zahlen und haben sonst keinerlei Rechte. Vermieter oder Verwalter schließen die Verträge mit den Wärmemessdienstunternehmen ab und reichen dann die hohen Kosten unmittelbar über die Heizkostenabrechnung an die Mieter weiter."

Eine Lösung könnte darin bestehen, dass die Mieter, die es schließlich bezahlen müssen, mehr Mitsprachrechte bei der Vermieterentscheidung für teure Systeme bekommen. So wie es bei der Anmietung schon der Fall ist. Außerdem könnten in der Heizkostenverordnung Obergrenzen für die Kostenanteile der Verbrauchserfassung angesetzt werden.

Knut Unger, MieterInnenverein Witten

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(c) Knut Unger 2004-06

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