Witten, Deutschland, 29.03.2006
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Auftakt Witten 2020
Stadtentwicklungskonzept in Witten
Am 28. März fiel mit einer gut besuchten Tagung der Startschuss zu "Unser Witten 2020". Bis 2008 soll im Dialog mit Fachleuten, Bürgern, Unternehmen ein neuer Stadtentwicklungsplan aufgestellt werden. Glleichzeitig beginnt die
Arbeit am neuen Flächennutzungsplan. Der soll bis 2009 vorliegen.
Mit der gut geplanten und moderierten Auftaktveranstaltung gelang es, eine gewisse Aufbruchstimmung zu erzeugen und Menschen in Kontakt zu bringen. Beides ist
dringend nötig.
Für die Erarbeitung der Fachbeiträge kann die Stadt nur beschränkt auf bezahlte Kompetenz zurückgreifen. Die Leitziele der Stadt für 2020 wie auch die Masterpläne
zu den Themen Wohnen, Einzelhandel, Freiraum, Verkehr und Wirtschaftsflächen sollen im "Dialog" mit lokalen Fachleuten und BürgerInnen erarbeitet werden. Die Erarbeitung der Masterpläne hat die Stadt an externe Büros vergeben.
Für den "Masterplan Wohnen" ist fachlich das Bochumer InWIS-Institut verantwortlich, das einschlägige Erfahrungen mit Wohnungsmarktuntersuchungen hat.
Projektleiter Michael Neitzel (wohnt in Witten) konnte erste allgemeine Einschätzungen zur Bevölkerungs- und Nachfrageentwicklung vorstellen. Der
Bevölkerungsrückgang wird sich in den nächsten Jahren beschleunigen. Zugleich wird - wie überall - der Anteil der Kinder von EinwanderInnen und von Menschen über 65 zunehmen.
Damit verbunden ist eine Ausdifferenzierung der Nachfrage nach mehr altengerechten Wohnungen, Gemeinschaftswohnformen, Luxuswohnen, aber auch nach Sozialwohnungen. Das Wohnumfeld, soziale Dienste, Nachbarschaft werden für eine Fort- oder Zuzugsentscheidung immer wichtiger.
Auch der Beauftragte für den "Masterplan Freiraum", Herbstreit, wohnt in Witten. Während es recht kurze Wege in die Landschaft gebe, habe der innerstädtische öffentliche Freiraum in Witten kaum einen Stellenwert. In den Wohnquartieren fehle grüne Stadtqualität. Verbessert werden müssten auf jeden Fall auch die Stadtzugänge und Verbindungen zur Ruhr.
Herbstreit erwartet, dass die anfängliche Harmonie in "Witten 2020" bald Konflikten zwischen Bau und Grün weichen wird. Redaktion, MieterInnenverein Witten
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