MieterInnenverein Witten |
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HARTZ IV: Wohnen u. Arbeitslosigkeit Wahlprüfsteine Kommunalwahlen 09
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Witten, Deutschland, 13.08.2009Wahlprüfsteine: Übersicht Antworten der Parteien und ListenNur ein Teil der Parteien und Listen bei der Wittener Kommunalwahl reagierte auf die WahlprüfsteineIm Vorfeld der Kommunalwahlen hat der MieterInnenverein Witten ebenso wie unser regionaler Zusammenschluss Mieterforum Ruhr wohnungspolitische Forderungen zur nächsten kommunalen Wahlperiode aufgestellt. Diese Forderungen und darauf bezogene Fragen haben wir den Parteien und Listen, die zur Kommunalwahl in Witten kandidieren, übersandt. Leider hat nur ein Teil darauf reagiert, und noch weniger haben halbwegs vollständig geantwortet.
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| LINKE | AUF | SPD | GRÜNE | WBG | CDU | |
| Zusage Mietspiegel? | JA, allgemein | Keine Antwort | JA,Programm: 2011 | JA, | ausdrücklich JA | JA, wenn mit Personal leistbar |
| Zusage kein Verkauf der Siedlungsges. ? | JA | JA | JA | JA | JA | keine Festlegung |
| Sozialcharta für SGW-Mieter ? | keine Antwort | keine Antwort | JA , sofort | JA, ausdrücklich | Nicht notwendig | allenfalls mit Abstrichen |
| Wohnungsaufsicht im Quartier? | keine Antwort | keine Antwort | JA, unscharf, ausdrücklich für Quartierskonzepte | JA, aber unscharf | NEIN, aber für Beteiligung im Quartier | erst untersuchen, Kostenvorbehalt |
| Für Wohnraumversorgungskonzept? | keine Antwort, aber für soz. Wohnungsbau | keine Antwort | keine klare Antwort, Programm: Quartierkonzepte | JA, ausdrücklich | JA | Erst Bedarfsanalyse |
| Gärten sichern /Ausgleich? | JA | Keine Antwort | keine klare Antwort, Programm: Quartierskonzepte | JA | JA | erst Untersuchung |
| Soziale Regelung Kosten der Unterkunft für Arbeitslose | Gegen "Zwangsumzüge", Programm: "volle Kostenübernahme" | keine Antwort | JA,ausdrücklich | JA,ausdrücklich | JA | JA, aber Markt ist ausgewogen |
| Unabhängige Arbeitslosenberatung? | keine Antwort | keine Antwort | JAVerweis auf Land | JA, ausdrücklich | ? | für jede Form von Beratung |
| kein Verkauf Stadtwerke? | Programm:JA | keine Antwort | JA, klare Programmaussage | JA, ausdrücklich | Für Teilverkauf | keine Festlegung |
| Maßnahmen Energieeinsparung Wohnungen | keine klare Antwort | keine Antwort | JA, ausdrücklich im Programm | JA, ausdrücklich | JA, ergebnisorientiert | JA |
| Sozialkonferenz/ Sozialbericht? | Programm: jährl. Armuts- und Reichtumsbericht | keine Antwort | JA, ausdrücklich | im Programm | JA nichts dagegen | eventuell |
Mit der SPD gab es sehr frühzeitig Gespräche. Dabei kam es hinsichtlich der Ziele und auch einiger wichtiger Maßnahmen zu sehr guten Übereinstimmungen. Einzelne unsrer Forderungen wurden sogar bei der Verabschiedung des Wahlprogramms der SPD berücksichtigt. Leider hat es aber die SPD – vielleicht aus persönlichen Gründen - trotz extra Zeitvorlauf nur mit Verspätung geschafft, auf unsere Fragen schriftlich zu antworten.
Die FDP hat uns einer Antwort nicht für nötig befunden.
Bei den ganz neu gegründeten Listen "Soziale Bürgerliste Witten" und "Bürgerforum Witten" gab es schon das Problem, sie "offiziell" zu erreichen. Maßgebliche Vertreter dieser Gruppen haben aber unsere Wahlprüfsteine rechtzeitig erhalten. Reaktionen gibt es nicht. Die Kandidatur der "Migrantenliste" wurde uns zu spät bekannt.
Die Partei "Die Linke" hat nur sehr allgemein geantwortet. Die knappe Antwort entspricht zwar den Zielen des MieterInnenvereins (v.a. gegen Privatisierungen), es fehlen aber Stellungnahmen zu unseren konkreten und hoffentlich auch realistischen kommunalen Handlungsvorschlägen. Auch unsere Nachfragen brachten "die Linke" nicht dazu, konkreter zu werden. Wahrscheinlich sah sich "Die Linke" ebenso wie die Gruppe "AUF Witten" von der Beantwortung konkreter kommunalpolitischer Fragen überfordert. "AUF Witten" ist immerhin so ehrlich das offen zuzugeben.
Vollständig und ernsthaft geantwortet haben immerhin die CDU, die Liste WBG und die Grünen.
Auch bei der CDU gibt es – bei allen Sparrhetorik - Verständnis für einige unserer Anliegen und Zustimmung zu manchen Vorschlägen. Bei für den MieterInnenverein wichtigen Fragen, wie dem Erhalt der kommunalen Siedlungsgesellschaft, will sich die CDU aber nicht wirklich festlegen und wenn es um die konkreten Mieterrechte bei dieser Gesellschaft geht, lehnt die CDU eher ab.
Was die kommunale Siedlungsgesellschaft und einige andre Fragen angeht, steht die WBG nach ihren Antworten auf der Seite unserer Ziele. Bei konkreten Maßnahmen ist sie aber zurückhaltend und im Gegensatz zum MieterInnenverein will sie die Stadtwerke teilprivatisieren.
Am meisten Übereinstimmung mit den Forderungen des MieterInnenvereins dokumentieren die Grünen. Diese Partei hat ganze Passagen aus unserem Forderungskatalog in ihr Wahlprogramm übernommen. Sie begrüßt die meisten unserer Forderungen hat verbindliche Zusagen zu vorrangigen Maßnahmen und ihrer Umsetzung gemacht. Dabei betonen die Grünen allerdings auch sehr stark die geringen Handlungsspielräume der Stadt wegen der Haushaltslage.
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