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Witten, Deutschland, 07.05.2010

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MieterInnenverein fordert Notfall- und Rettungsprogramm für Wohnungen von Finanzinvestoren

Die drohende Wassersperrung in Heven war in Witten das bislang extremste Beispiel für die Folgen des Ausverkaufs an die 'Heuschrecken'. Wir müssen leider mit Wiederholungen und einer Auswitung solcher Vorgänge rechnen. Auch in Witten brauchen wir jetzt Notfall- und Rettungspläne für die Wohnungen der Finanzinvestoren.

Der MieterInnenverein schätzt die Zahl der Wittener Wohnungen unter Kontrolle kurzfristig orientierter Anleger auf über 3000. Sie stammen überwiegend aus Verkäufen von ehemaligen Werks- und Sozialwohnungen in den Jahren 2004-2008, dem Höhepunkt der Finanzblase.

Die Finanzinvestoren sind über alle Ohrenverschuldet und wollen trotzdem Proft machen. Deshalb wird in die Wohnungen auch kaum noch investiert. Manche werden sich schnell in Schrottimmobilien verwandeln. Viele hundert Wohnungen in Witten haben unter diesen Eigentümern keine Zukunft.

Das Mieterforum Ruhr hat von der zukünftigen Landesregierung umfassende Maßnahmen gefordert, um die Wohnviertel der Finanzinvestoren zu retten. "Auch in Witten brauchen wir jetzt Notfall- und Rettungspläne für die Wohnungen der Finanzinvestoren", fordert der MieterInnenverein.

"Dazu gehören abgestimmte Vorgehensweisen mit den Stadtwerken und der Wohnungsaufsicht der Stadt Witten. Heven-Ost sollte zum Sanierungsbiet erklärt werden. Dann hätte die Stadt im Fall von Notverkäufen und Zwangsversteigerungen ein Vorkaufsrecht. Um dieses wahrzunehmen, brauchen wir Wittener Wohnungsunternehmen als Auffang- und Sanierungsträger und Aufkauf- und Sanierungs-Hilfen aus der Wohnraumförderung des Landes."

SPD, Grüne und Linke teilen inzwischen offiziell viele der Positionen

und Forderungen von Mieterforum Ruhr zur Rettung der Wohnungen vor den "Heuschrecken". Die Mietervereine werden für eine Umsetzung nach der Landtagswahl kämpfen.

Knut Unger, MieterInnenverein Witten

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