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Witten, Deutschland, 07.05.2010

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Höffken: Stadtwerke heben Androhung der Wassersperrung vorläufig auf

Wegen hoher Zahlungsrückstände des Vermieters hatten die Stadtwerke Witten den MieterInnen Auf dem Höffken und Wannen 45-51 die Sperrung der Wasserversorgung zum 6. Mai angedroht. Der MieterInnenverein organisierte daraufhin umgehend seine Mitglieder. 46 Haushalte hielten ihre Miete für Mai komplett zurück, um von den Beträgen zur Not die laufenden Abschläge an Stadtwerke zahlen zu können. Auf diesen Druck hat der Verwalter der Wohnungen, die Firma Atera aus Frankfurt, nun reagiert. Der Großteil der Rückstände ist heute bei den Stadtwerken eingegangen. Die angedrohte Wassersperrung ist vorerst (!) aufgehoben.

Die Mieter können ihre einbehaltene Miete an den Vermieter erst einmal zahlen.

Allerdings haben die Stadtwerke dem Vermieter eine zweite Frist zum 17. Mai gesetzt, um seine Restschulden zahlen. Erfolgt diese Zahlung nicht wollen die Stadtwerke erneut den Vertrag mit dem Vermieter kündigen und eine Wassersperrung verhängen. Der Mieterverein bemüht sich um Absprachen, damit die Mieter in diesem Fall eine ausreichende Frist haben, um ihre erneute Zurückbehaltung vorzubereiten.

Knut Unger, Sprecher des MieterInnenvereins: "Wir können erst einmal aufatmen. Eine wirkliche Wassersperrung hätte die Gesundheit der vielen alten Menschen am Höffken ernsthaft bedroht. Es ist ein Skandal, dass die Mieter nach dem geltenden Recht für die mangelnde Zahlungsmoral ihrer Vermieter verantwortlich gemacht werden

können. Ein noch größerer Skandal ist aber, dass derartig unfähige und undurchsichtige Finanzinvestoren wie in diesem Fall „Rosebud Real Estate“ überhaupt so viele Wohnungen in Witten kontrollieren."

Knut Unger, MieterInnenverein Witten

Finanzinvestor

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(c) Knut Unger 2004-06

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