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Witten, Deutschland, 08.03.2007

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Noch mehr Monopol für die Monopole

Wenn am Gerücht nichts dran wäre, dass Deutsche Annington/Terra Firma und GAGFAH/Fortress ihre eben erst eingekauften Wohnungen in Deutschland zusammen schmeißen wollen, dann wäre das Gerücht immer noch als Störfeuer für die Kampagne der Mietervereine und ihrer Verbündeten gegen die Privatisierung der 100.000 LEG-Wohnungen nicht schlecht. Nach dem Motto: Die kleinere Heuschrecken-Plage mit einer noch viel größeren aus den Köpfen waschen.

GAGFAH mit etwa 90.000 Wohnungen und Viterra mit etwa 150.000 waren schon zum Zeitpunkt ihres Verkaufs an die internationalen Finanzfonds die größten deutschen Vermieter. In NRW haben sie ihre Hauptverwaltungen und den allergrößten Teil ihrer Bestände. In manchen Städten im Ruhrgebiet, so zum Beispiel in Dortmund, waren Viterra oder VEBA schon immer ein bestimmender Faktor im Vermietungsgeschäft professioneller Großvermieter. Husteten sie, dann hatte die ganze Stadt Schnupfen oder Ängste. Das passierte, weil sie Monopolisten sind.

Gehen die beiden jetzt zusammen, dann droht in der Tat Fürchterliches für Mieter und Mieterinnen. Wir haben in NRW noch gerade einmal 950.000 Sozialwohnungen und in den Beständen der GAGFAH und Annington in NRW wohnen auch nicht gerade die Betuchten, die jede Miete zahlen können. Werden dort die neuen vereinigten Besitzer die Zügel anziehen, die Mieten erhöhen wird das einen Flächenbrand der Mietsteigerung in den noch preiswerten Wohnungen auslösen. Die vereinigten Monopolisten können so etwas. Denn auch die Mietspiegel müssen sich schließlich den Steigerungen anpassen.

Man versteht, dass schon die Idee von noch mehr Monopol bei Geschäftsführern von Terra Firma Jubel auslöst. Für Mieter und Mieterinnen ist es zum Heulen.

Sebastian Müller, MieterInnenverein Witten

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