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Verkauf, Privatisierung, Umwandlung

Privatisierungswelle in Witten

Überall werden Wohnungen privatisiertEhemals werksverbundene Wohnungsunternehmen wie die Viterra (heute:Annington) ziehen sich aus Witten zurück. Wohnungen werden an Mieter und Privatleute verkauft, manchmal an windige Weiterverwerter. Miettrechte drohen auf der Strecke zu bleiben. Käufer sehen sich getäuscht.
Der MieterInnenverein kämpft dafür, dass die Rechte der Mieter nicht auf der Strecke bleiben. Schließen Sie sich zu Mieterbeiräten zusammen!

Foto: Überall werden Wohnungen privatisiert

 

Artikel in: Verkauf, Privatisierung, Umwandlung

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Mieterforum Ruhr 18.02.2010

Super-Return: Heuschrecken lassen Zombie-Unternehmen zurück

Anfang Februar trafen sich in Berlin zum 13. Mal Finanzinvestoren aus aller Welt zur Konferenz "Super-Return" (Super-Profit). "Kaufziele gibt es kaum, Schnäppchen schon gar nicht, Börsengänge sind nicht in Sicht, Banken und andere Geldgeber bleiben knauserig und die Renditen schmelzen dahin", brachte n-tv die Lage auf den Punkt. Kein Grund zu reiner Schadenfreude: 1,2 Millionen Menschen arbeiten bei deutschen Unternehmen unter Private Equity-Einfluss und mindestens doppelt so viele Menschen wohnen in ihren Häusern. War schon in Boom-Zeiten das Geschäftsmodell der "Heuschrecken" auf Ausschlachten und Kaputtsparen angelegt, unter Krisenbedingungen kommt es noch schlimmer.

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Mieterforum Ruhr 06.02.2010

Geplatzte Geschäfte: IMW AG zieht sich aus NRW zurück

Geplatzte Finanzierungen haben die Berliner IMW AG nun zu einem Komplettrückzug aus ihren Beteiligungen an Wohnungen in NRW gezwungen. Die Mehrheitsanteile an den sogenannten Valbonne-Fonds, die auch Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet kontrollieren, wurden an bislang unbekannte niederländische Investoren veräußert. Auch die Verwaltung über die betroffenen 1050 Wohnungen in NRW geht binnen vier Wochen von der IMW AG auf ein anderes Unternehmen über.

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Mieterforum Ruhr 27.01.2010

Evonik plant Totalabwicklung von THS und ehemaligen RAG-Wohnungen

Nach im Dezember bekannt gewordenen Aufsichtsratsbeschlüssen des Evonik-Konzerns droht für weitere 130.000 ehemaligen Werkswohnungen der Ausverkauf über die Börse oder an "Heuschrecken". Der Aufsichtsrat hatte am 16. Dezember einem Konzept von Evonik-Chef Engel zugestimmt. Dieses sieht unter anderem vor, die Wohnungen der Evonik-Immobiliensparte und der 50%igen Beteiligung THS zu bündeln und dann "an den Kapitalmarkt" zu bringen. Dieses Geschäft soll der "Stiefmutter" Evonik-Industries die Mittel für weltweite Zukäufe und andere Investitionen im Bereich der Spezialchemie verschaffen und den stockenden Börsengang der ehemaligen RAG auf Trab bringen. Auf der Strecke zu bleiben drohen über 130.000 Wohnungen und ihre MieterInnen.

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Dossier: Annington, 10.12.2009

Deutsche Annington: Ein Finanzinvestor als Immobilienriese

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma", also auf schnelle Profite ausgerichteter Finanzinvestoren, von manchen auch "Heuschrecken" genannt. Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versucht der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Die finanziellen Risiken wachsen.

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MieterInnenverein Witten 26.10.2009

Regierung arbeitet an besseren Rahmenbedingungen für Privatisierung

Dass für die schwarz-gelbe Bundesregierung mehr "Markt vor Staat" ein Richtwert ist, muss im Koalitionsvertrag nicht betont werden. Nicht nur bei der Bahn ist die Regierung bestrebt, die Privatisierungen wieder ins Rollen zu bringen. Durch Anreize und durch eine weitere Schwächung der kommunalen Finanzen werden Rahmenbedingungen geschaffen, die die öffentliche Versorgung und kommunale Wohnungsbeteiligungen gefährden könnten.

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Mieterforum Ruhr 09.09.2009

Rettet nicht nur Banken, rettet unsere Wohnungen!

"Das Geschäftsmodell der Private Equity Fonds im Mietwohnungsbestand ist gescheitert", erklärt Knut Unger vom Mieterforum Ruhr. "Wenn nicht schleunigst Abhilfe geschaffen wird, drohen die Ruhrgebietsstädte in den Trümmern der platzenden Ausverkaufsblase zu ersticken". Mietervereine und Mieterinitiativen aus dem Ruhrgebiet fordern die Parteien deshalb auf, in der nächsten Legislaturperiode schnell wirksame Maßnahmen zur Rettung der bedrohten Wohnungsbestände zu ergreifen.

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Mieterforum Ruhr 08.09.2009

Medien entdecken Vermietnomaden

Viel war in den Medien in den letzten Jahren von "Mietnomaden" die Rede, dem angeblich weit verbreiteten Phänomen von MieterInnen, die kurz nach Einzug ihre Zahlungs-Pflichten nicht erfüllen und es auf eine Kündigung ankommen lassen. Dass das größere Problem Vermietungsgesellschaften sind, die ihre Pflichten nicht erfüllen und nach kurzer Zeit weiterziehen, hat vor allem Mieterforum Ruhr immer wieder betont. Inzwischen haben auch die großen Medien dieses Problem erkannt. Zu "Vermietnomaden" wurde in den letzten Wochen und Monaten ausgiebig informiert und kommentiert.

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Mieterforum Ruhr 01.09.2009

LEG: Modernisierungslüge

Ein Jahr nach dem LEG-Verkauf scheint nicht einmal die Landesregierung genau zu wissen, wem die 93.000 Wohnungen gehören. Dagegen wissen die Mieter schon jetzt genau, was der Verkauf für sie bedeutet: höhere Mieten, keine Modernisierung, Kürzung bei der Instandhaltung.

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Mieterforum Ruhr 01.09.2009

Nerven bewahren bei Chaosverwaltungen

Finanzgesellschaften vergeben die Verwaltung ihrer Wohnungen in der Regel an externe Dienstleister. Wer seine Betriebskostenabrechnung von einer Großverwaltung erhält, braucht guten Nerven: Mahnungen, wechselnde Ansprechpartner, langes Warten auf Guthaben. Was müssen Mieter bei anonymen und häufig wechselnden Hausverwaltungen beachten?

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Mieterforum Ruhr 01.09.2009

VBW bleibt städtisch – aber nicht ungeschoren

Sie haben sich ja eher bedeckt gehalten in diesem Kommunal-Wahlkampf, die Ober-Privatisierer, die am liebsten den Total-Rückzug des Staates beschließen würden aus allem, was man irgendwie auch privat organisieren kann: Wasserversorgung, Müllabfuhr, Bildung, Gesundheit und natürlich auch das Wohnen. Dabei sind in diesem Jahr des Haushaltssicherungskonzeptes mehr denn je Ideen gefragt, wie man den städtischen Haushalt sanieren könnte.

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