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Verkauf, Privatisierung, Umwandlung

Wohnungsverkäufe in Witten und Umgebung

Überall wurden Wohnungen privatisiertIm letzten Jahrzehnt sind auch in Witten über 4000 ehemalige Werks- oder Sozial-Wohnungen von ihren ursprünglichen Eigentümern - der Industrie und dem Staat - verkauft worden. Betroffen waren die Wohnungen ehemals werksverbundener Wohnungsunternehmen wie Veba/Viterra und ThyssenKrupp, aber auch von öffentlichen Unternehmen wie der landeseigenen LEG oder der kommunalen Siedlungsgesellschaft Witten. Käufer waren neben Zwischenhändlern und Kleineigentümern vor allem Finanzinvestoren.
Vor allem bei (Weiter)verkäufen an Privathaushalte ist die Wohnsicherheit der bisherigen MieterInnen bedroht. Es kommt zu Verdrängungen und Angstkäufen. Bei den Finanzinvestoren werden die Wohnungen häufig herunter gewirtschaftet, bevor sie weiter gehandelt werden.
Mit häufigen Vermieterwechseln muss auch weiter gerechnet werden. Gegen die damit verbundenen Gefahren schützen Gesetze und Verordnungen nur begrenzt und nur dann, wenn die MieterInnen sie kennen und aktiv gemeinschaftlich nutzen.

Foto: Überall wurden Wohnungen privatisiert

 

Artikel in: Verkauf, Privatisierung, Umwandlung

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Dossier: Annington, 07.03.2013

Deutsche Annington: Der Immobilienriese auf dem Weg zur Börse

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma". Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versuchte der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Inzwischen sieht TerraFirma die Zeit gekommen, die Annington an die Börse zu bringen. Für die Mieter bleibt das Problem erhalten.

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Mieterforum Ruhr 26.03.2012

Baggert uns ja nich an!

Im Duisburger Norden sollen mehrere hundert Mieter aus einer städtebaulich wertvollen ehemaligen Werkssiedlung vertrieben werden. Nach einem fast einstimmigen Beschluss des Duisburger Stadtrates ist geplant, die vom Wohnungskonzern Immeo kontrollierten Häuser abzureißen, damit auf dem Gelände ein umstrittenes Groß-Einkaufszentrum für Fabrikware errichtet werden kann. Die Mieter wehren sich und erhalten dabei zunehmend Unterstützung von Fachleuten und Mieterorganisationen.

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Mieterforum Ruhr 26.03.2012

Flöz Dickebank: Mieter wehren sich gegen Verkauf an Häusserbau

Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Kurzfristig will der Wohnungskonzern Deutsche Annington die berühmte Gelsenkirchener Bergarbeitersiedlung "Flöz Dickebank" an die berüchtigte Bochumer Umwandlungsfirma "Häusserbau" verkaufen. Die betroffenen Mieter und Unterstützer planen Proteste. Denn sie befürchten Verdrängungen und eine Zerstörung der Nachbarschaft. Auch die Stadt Gelsenkirchen würde die unter Denkmalschutz stehende Siedlung und die günstigen Mietwohnungen gerne erhalten. Aber ein alternativer Käufer ist schwer zu finden.

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MieterInnenverein Witten 15.12.2011

Genossenschaft gegen Mieter

Seit Frühjahr 2011 unterstützt der MieterInnenverein Witten den Mieterrat in Haßlinghausen. Über die Köpfe ihrer Mitglieder hinweg hatte dort die "Schwelmer & Soziale Wohnungsgenossenschaft" 84 Sozialwohnungen an den Immobilien-Unternehmer Lohbeck verkauft.

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MieterInnenverein Witten 15.12.2011

Immobilieninvestor Lohbeck ließ Schwelmer Brauerei sterben

Als der Schwelmer Unternehmer Rolf Lohbeck 2000 die von Schließung bedrohte Brauerei im Zentrum der Kreisstadt übernahm, hofften die Belegschaft und Lokalpatrioten, nun sei es doch noch möglich, den traditionsreichen Brauerei-Standort zu erhalten. Spätestens seit dem Verkauf der Brauereieinrichtungen im November 2011 weiß die Region, dass diese Hoffnung enttäuscht wurde.

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MieterInnenverein Witten 15.12.2011

Kommentar: Das Märchen sicheren Wohnens bei den Genossenschaften

Mit sicherem Wohnen und mit Mitbestimmung werben die Wohnungsgenossenschaften. Immerhin gehören diese ihren Mitgliedern. Jedenfalls auf dem Papier. In Wirklichkeit schalten und walten ihre Vorstände nicht selten nach Gutdünken – und nach der Kassenlage ihrer Unternehmen.

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Mieterforum Ruhr 14.12.2011

Mieterforum: Verbesserungen am Kündigungsschutz rechtssicher möglich

Das Mieterforum Ruhr hat die Landesregierung erneut aufgefordert, die geplante Kündigungssperrfristverordnung auf die Städte des Ruhrgebiets auszudehnen. Nach Ansicht von Mieterforum Ruhr ist dies mit einer rechtssicheren Begründung möglich. Bislang vermisse man in der Regierung aber den politischen Willen, die entsprechenden Wahlversprechen auch in die Tat umzusetzen.

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Mieterforum Ruhr 12.12.2011

Kündigungssperrfrist: Lässt Rot-Grün Mieter im Regen stehen?

Die Mietervereine im Mieterforum Ruhr sind tief enttäuscht vom Entwurf der Landesregierung für eine neue Kündigungssperrfristverordnung. "Im Koalitionsvertrag haben SPD und Grüne noch vereinbart, eine zehnjährige Sperrfrist in den Ballungszentren anzustreben", sorgt sich Knut Unger vom MieterInnenverein Witten. "Jetzt liegt ein Entwurf vor, der nur in Bonn, Köln, Düsseldorf und Münster acht Jahre vorsieht und fast das gesamte Ruhrgebiet außer acht lässt."

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MieterInnenverein Witten 07.12.2011

Für Witten kein erweiterter Kündigungsschutz nach Umwandlung geplant

Die NRW-Landesregierung hat eine neue Kündigungssperrfristverordnung erarbeitet. Sie soll dafür sorgen, dass es in bestimmten Gebieten nach dem Verkauf einer in Eigentum umgewandelten Mietwohnung einen zusätzlichen Kündigungsschutz gegen den
Eigenbedarf des Wohnungskäufers gibt. Doch nach dem im November vorgelegten Verordnungsentwurf zählt Witten zu der Überzahl der Städte, die für einen erweiterten Kündigungsschutz nicht vorgesehen sind. Die Mietervereine im Ruhrgebiet sind "tief enttäuscht".

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MieterInnenverein Witten 15.09.2011

Deutsche Annington verkauft Häuser an der Billerbeckstr.43 -61

Die Deutsche Annington hat einen erneuten Strategiewechsel vollzogen. Seit 2005 galt der Einzelhausverkauf aus dem ehemaligen Viterra-Bestand als wirtschaftlich unsinnig. Inzwischen scheint es wirtschaftlich notwendig zu sein. Es werden im Ruhrgebiet wieder Arbeitersiedlungen zerlegt. In Witten sind momentan die Mieter von 10 Häusern an der Billerbeckstr.43 -61 betroffen. Ihnen wird zum Teil die Gewährung zusätzlichen Mieterschutzes verweigert, den die Annington für den Fall des Verkaufs von Mehrfamilienhäusern zugesagt hatte.

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