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Witten, Deutschland, 07.02.2008

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Gerüchte um Mieten in Witten

Erhebungen zeigen aber: Neuvermietungs-Mieten in Witten sind niedrig, viele Dauer-Mieter wohnen zu t

In Pressemitteilungen des bundesweiten Maklerverbandes IVD wurde verbreitet, dass im die Mieten in Deutschland wieder steigen würden, besonders in Magdeburg, Essen und Witten! Hier nämlich um 10 %! Der MieterInnenverein Witten konnte derartige Steigerungen nicht beobachten. Auch nicht zwischen Mitte 2006 und Mitte 2007, dem Zeitraum, auf den sich IVD nach eigenen Angaben bezieht.

Nach Erfahrung von Mietervereinen haben die IVD-Preisübersichten, die auf Mitteilungen und Einschätzungen lokaler Makler beruhen, eine oft magere Datengrundlage und sind auf keinen Fall mit umfangreichen Erhebungen zu vergleichen, wie sie für Mietspiegel vorgenommen werden. Außerdem beinhalten die IVD-Preisübersichten nur Aussagen über neu vermietete Wohnungen, nicht über Mieterhöhungen!

Interessanter an den IVD-Daten als die angebliche Steigerung ist die Höhe der Neuvermietungsmieten in Witten: Die lag nach IVD 2007 zwischen 3,30 Euro/qm und 5,00 Euro/qm (ohne Neubau) und damit deutlich unter den Werten der nördlichen Nachbarstädte und auch der meisten Bestandsmieten in Witten.

Ein gerade erschienener Bericht der Wfa zur Wohnungsmarktbeobachtung geht für 2005 (!) im Ennepe-Ruhr-Kreis von Neuvermietungsmieten zwischen 5,00 und 5,50 Euro pro Quadratmeter aus.

Auch nach Erfahrung des Mietervereins sind Mieten deutlich über 5,50 Euro in Witten nur bei erheblichen Vorteilen der Wohnungen zu erzielen.

Gemessen an solchen Werten wohnen nicht wenige Menschen in Witten eher zu teuer. Sie könnten sich bei Umzug verbessern, wenn nicht dessen Kosten, die lieb gewonnene Umgebung und Nachbarn wären.

Leider sind alle Wohnungsmarkt-Daten für Witten recht ungenau. Vor allem im Mieterhöhungsverfahren helfen Schätzungen nicht weiter. Da würde nur eine richtige Erhebung, ein neuer Mietspiegel, Sicherheit bieten.

Aber einen neuen Mietspiegel will die Stadt Witten - wie schon einmal im ausgehenden 20. Jahrhundert - nicht bezahlen. Nicht einmal Ankündigungen der Bürgermeisterin, denkbare Alternativen zu prüfen, wurden bislang umgesetzt.

Damit schadet die Stadt den Mietern und solchen Hauseigentümern, die faire Angebote machen. Und sie hilft solchen Hauseigentümern, die immer noch hohe Preise verlangen. Denn ein neuer Mietspiegel würde in manchen Kategorien - vor allem auch in Siedlungen aus den 60er Jahren, die heute "Heuschrecken" gehören - wahrscheinlich gesunkene Mieten ausweisen.

Knut Unger, MieterInnenverein Witten

Wohnen

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(c) Knut Unger 2004-06

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