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Finanzinvestoren als Vermieter

Absturz der Häuserzocker

Mieter zahlen für Wohnungs-MonopolyUm die Mitte des letzten Jahrzehnts brachten Finanz-Manager mit kurzfristig geliehenem Geld und dem Glauben an Spekulationsgewinne über 300.000 Mietwohnungen in NRW unter ihre Kontrolle. Das konnte nicht gut gehen. Mietervertreibungen und Wohnungsvernachlässigungen, Callcenter und Scheinverwaltungen führen immer mehr zu wirtschaftlichen Desastern. Pleiten von Wohnungsunternehmen unter Finanzmarktkontrolle haben zugenommen. Bis 2013 müssen die großen „Wohnungs-Heuschrecken“ über 10 Mrd. Euro Schulden zurückzahlen. Niemand weiß, wie sie das unter jetzigen Weltmarktbedingungen schaffen sollen. In Witten befinden sich über 3500 Wohnungen – weit mehr als 10 % der Mietwohnungen – unter Kontrolle der Finanzinvestoren. In betroffenen Vierteln spitzen sich der Ärger und Perspektivlosigkeit zu. Die abstürzenden Häuser-Zocker: Reißen sie Wohnungen, Stadtviertel und MieterInnen mit?

Foto: Mieter zahlen für Wohnungs-Monopoly

 

Artikel in: Finanzinvestoren als Vermieter

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Dossier: Annington, 07.03.2013

Deutsche Annington: Der Immobilienriese auf dem Weg zur Börse

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma". Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versuchte der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Inzwischen sieht TerraFirma die Zeit gekommen, die Annington an die Börse zu bringen. Für die Mieter bleibt das Problem erhalten.

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mvwit.de 07.03.2013, pdf

Stop Annington - Zeit sich zu wehren

"Wir sind überzeugt, dass eine organisierte, solidarische Zusammenarbeit der Mieterinnen und Mieter sowie anderer Betroffener in der Lage ist, berechtigte Forderungen gegenüber der Deutschen Annington durchzusetzen", heißt es in der am 7. März 2013 in Düüseldorf vorgestellten Gründungserklärung des "Aktionsbündnisses von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington". Der Gründungserklärung haben sich neben Initiativen und Mieterbeiräten aus Aachen, Bonn, Essen und Dortmund auch mehrere Mietervereine sowie das Mieterforum Ruhr und der DMB NRW angeschlossen.

Document: : "Aktionsbündnis von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington - Gründungserklärung", , 2013, pdf
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MieterInnenverein Witten 07.03.2013

Aktionsbündnis von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington gegründet

Heute wurde in Düsseldorf die landesweite Initiative "Stop Deutsche Annington - Aktionsbündnis von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington" der Öffentlichkeit vorgestellt. Eines der Gründungsmitglieder ist der MieterInnenverein Witten. "Gemeinsam mit Mieter- und Anwohnerinitiativen, Mietvereinen und unseren Dachverbänden wollen wir den Renditeinteressen des größten deutschen Wohnungskonzerns mehr Solidarität und eine intensivere Zusammenarbeit der betroffenen Menschen und ihrer Organisationen entgegensetzen", erklärte Vereinssprecher Knut Unger.

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MieterInnenverein Witten 07.03.2013

SCHIMMEL – ein weit verbreitetes Problem in den Annington-Wohnungen

An vielen Standorten der Deutschen Annington beschweren sich Mieter/innen über hartnäckigen Schimmelbefall in ihren Wohnungen. Die Standard-Reaktion der Annington besteht darin, den betroffenen Mieter/innen ein falsches Heizungs- und Lüftungsverhalten vorzuwerfen. Allein dieses sei Ursache der Schimmelschäden. Nach Beobachtungen im 'Aktionsbündnis von Mietren und Nachbarn der Deutschen Annington' ist diese Aussage meistens falsch. Die Wohnungsbestände der Deutschen Annington weisen viele bauliche Schwachpunkte auf, die ganz entscheidend zu der Schimmelproblematik beitragen. Nicht selten verschleppt der Großvermieter die Sanierug

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MieterInnenverein Witten 07.03.2013

Neuer Annington-Chef soll Börsenexit managen

Die Deutsche Annington hat einen neuen Chef: Rolf Buch, bislang Manager in Bertelsmann-Imperium, einem der zentralen Schaltstellen der neo-liberalen Politik-Beeinflussung, wird zum 1. April neuer Vorstandsvorsitzender. Die Wirtschaftspresse begrüßt ihn als den Mann, der den größten Börsengang eines deutschen Wohnungsunzrenehmens organisieren und sich um die politische Landschaftspflege kümmern wird. Was kommt nun auf die Mieter zu?

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MieterInnenverein Witten 28.02.2013

Gagfah zieht Kündigung zurück

Mehrere Medien hatten über den Fall einer Wittener Mieterin berichtet, der die Gagfah nach berechtigten Mietabzügen fristlos die Wohnung gekündigt hatte. Inzwischen hat sich die Gagfah in einem Schreiben an die betroffene Mieterin entschuldigt, die Kündigung zurückgezogen und die Aufrechnung der Kosten der Mieterin akzeptiert.

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MieterInnenverein Witten 26.02.2013

NRW-Enquetekommission 'Neue Finanzinvestoren' legt Abschlussbericht vor

Am 26. Februar wurde der lange erwartete Abschlussbericht der Enquetekommission des Landtages "Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren" der Presse vorgestellt. Die im Konsens der meisten Fraktionen formulierten Handlungsempfehlungen bleiben größtenteils vage. Von einem ausgeabeiteten Handlungskonzept zur Beendigung der Finanzialisierung der Wohnungswirtschaft kann ebenso wenig die Rede sein, wie von einem Programm für die Bewältigung der Folgen. Denn dazu hätte die Kommission offen mehr Finanzmittel für die Wohnungspolitik fordern müssen.
Jetzt ist es Aufgabe der Landesregierung, aus den vagen Anregungen der Kommission Gesetzentwürfe zu machen, die aber ebenfalls kein Geld kosten dürfen.

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Mieterforum Ruhr 24.02.2013

LEG-Börsengang: Ex-Landeswohnungen als Spekulationsobjekte

Es ist noch nicht einmal fünf Jahre her, da hat die frühere schwarzgelbe Landesregierung von NRW die LEG mit ihren über 90.000 Wohnungen verscherbelt. Ein Konsortium aus dem Fond "Whitehall" der US Großbank Goldman Sachs und dem Finanzinvestor Perry Capital erhielten damals für 3,4 Mrd. € den Zuschlag. Nun sind diese Heuschrecken schon wieder auf Abreise. Ihre Strategie: Der Börsengang.

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23.02.2013, pdf

Regulation der Finanzmärkte oder der Wohnimmobilienmärkte?

Die Bemühungen um eine politische Regulation der Finanzmärkte auf globalen und transnationalen Ebenen sind außerordentlich zäh und erscheinen angesichts der Finanzmarkt- und Krisendynamik immer hilfloser. Politischen Steuerungswillen vorausgesetzt haben Mietwohnimmobilien als Anlageobjekte gegenüber anderen "Assets" für die Regulation den entscheidenden Vorteil, dass sie als unbewegliche Wert- und
Gebrauchsgegenstände direkt der nationalstaatlichen, regionalen und lokalen politischen Kontrolle zugänglich sind, inclusive des durch die Mietzahlungen generierten Cahsflows.

Document: Knut Unger: "Thesen/Übersicht zu: Handlungsoptionen NRW wg. Finanzialisierung der Wohnungswirtschaft", , 2013, pdf
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MieterInnenverein Witten 20.02.2013

Fristlos gekündigt vom GAGFAH-System

Mit Eigenvornahmen und Mietabzügen musste eine Wittener GAGFAH-Mieterin dafür sorgen, dass ihre Wohnung repariert wurde. Die Reaktion ihres Vermieters: fristlose Kündigung. Der MieterInnenverein meint: Das ist rechtlich lächerlich, aber für die Betroffenen immer eine Belastung.

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