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Finanzinvestoren als Vermieter

Absturz der Häuserzocker

Mieter zahlen für Wohnungs-MonopolyUm die Mitte des letzten Jahrzehnts brachten Finanz-Manager mit kurzfristig geliehenem Geld und dem Glauben an Spekulationsgewinne über 300.000 Mietwohnungen in NRW unter ihre Kontrolle. Das konnte nicht gut gehen. Mietervertreibungen und Wohnungsvernachlässigungen, Callcenter und Scheinverwaltungen führen immer mehr zu wirtschaftlichen Desastern. Pleiten von Wohnungsunternehmen unter Finanzmarktkontrolle haben zugenommen. Bis 2013 müssen die großen „Wohnungs-Heuschrecken“ über 10 Mrd. Euro Schulden zurückzahlen. Niemand weiß, wie sie das unter jetzigen Weltmarktbedingungen schaffen sollen. In Witten befinden sich über 3500 Wohnungen – weit mehr als 10 % der Mietwohnungen – unter Kontrolle der Finanzinvestoren. In betroffenen Vierteln spitzen sich der Ärger und Perspektivlosigkeit zu. Die abstürzenden Häuser-Zocker: Reißen sie Wohnungen, Stadtviertel und MieterInnen mit?

Foto: Mieter zahlen für Wohnungs-Monopoly

 

Artikel in: Finanzinvestoren als Vermieter

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MieterInnenverein Witten 03.12.2011

VERBRIEFUNGSBOMBE: Kommt im Jahr 13 das Aus für die Häuser-Zocker?

Ob Annington, Gagfah, Immeo oder Speymill/Goal: Alle großen Wohnungskäufe des letzten Jahrzehnts wurden über Immobilien-Verbriefungen finanziert. Im Jahr 2013 laufen die wichtigsten dieser außerhalb der Banken gehandelten Kredite aus. Restverbindlichkeiten in Höhe von über 10 Mrd. Euro müssen bis dahin umgeschuldet werden. Und das unter Bedingungen eines weltweiten Finanzcrashs. Wenn es nicht klappt, haften Wohnungen und Mieten. Und dann?

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Dossier: BSB VIII, 01.12.2011

BSB VIII / Rosebud Real Estate

"Grundstücksgesellschaft BSB VIII GmbH", so heißt der Eigentümer der Wohnungen am Höffken in Witten-Heven. Zusammen mit einer "BSB IX GmbH" gehören ca. 1.300 ehemalige Werks-Wohnungen von Wetter bis Duisburg zu diesen in Berlin registrierten Firmen.

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MieterInnenverein Witten 01.12.2011

Mieter am Höffken sind immer mehr auf sich selbst angewiesen

Die MieterInnen der Hevener Siedlung Höffken/Wannen sind mit einem Vermieter geschlagen, der die ehemaligen Werkswohnungen offenbar aufgegeben hat. Während des ganzen Jahres 2011 sind die Wiesen der Wohnanlage nicht ein einziges Mal im Auftrag des Vermieters geschnitten worden. Die Außenbeleuchtung ist teilweise ausgefallen. Verstopfte Dachrinnen laufen über. Wie die MieterInnen seit einer drohenden Wassersperrung im Frühjahr 2010 wissen, kann es noch schlimmer kommen.

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MieterInnenverein Witten 01.12.2011

Was passiert wenn der Vermieter Pleite geht?

Wenn der Vermieter Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht erfüllen kann, kann das Gericht einen Zwangsverwalter oder einen Insolvenzverwalter einsetzen. Grundsätzlich bleibt dann das Mietverhältnis bestehen. Der Insolvenz- oder Zwangsverwalter übernimmt die Pflichten des Vermieters. Trotzdem gibt es immer wieder Ärger.

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MieterInnenverein Witten 01.10.2011

NRW-Landtag erforscht sogenannte Heuschrecken

Der Landtag hat zu Beginn des Jahres eine Enquete-Komission gebildet, in der sich Abgeordnete und externe Fachleute mit dem "wohnungswirtschaftlichen Wandel" beschäftigen, den die "neuen Finanzinvestoren" (intern "Heuschrecken" genannt) ausgelöst haben.

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MieterInnenverein Witten 01.10.2011

Kommunale Aufsichtspflicht bei Wohnungen gefordert

Ein Dauerbrenner in der Diskussion um Maßnahmen gegen "Schrottimmobilien" ist die sogenannte kommunale Wohnungsaufsicht. Nach landesrechtlichen Bestimmungen können die Kommunen gegen Eigentümer tätig werden, die ihre Wohnungen verfallen lassen.

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MieterInnenverein Witten 26.09.2011

Blaue Briefe der Annington füllen den Papierkorb

Etliche Wittener Mieter/innen der Deutschen Annington haben in den letzten Wochen tiefblaue Briefumschläge in ihren Briefkästen gefunden. Absender sind nicht Schuldirektoren, die Eltern über schlechte Zensuren ihrer Kinder aufklären. Sondern eine Firma mit dem ehrfurchtseinflößenden Namen "Deutsche Wohn-Inkasso GmbH". Im Auftrag des Vermieters verschickt dieses von der Annington einzig zu diesem Zweck gegründete Unternehmen "Mahnungen" wegen angeblich rückständiger Mieten. Es verlangt für diese Leistung horrende Inkassogebühren von bis zu 127 Euro. Der MieterInnenverein beruhigt: "Die blauen Briefe, die wir bisher gesehen haben, könnten getrost im Papierkorb entsorgt werden. Aber natürlich ist es besser, wenn man bei der Gelegenheit seine Belege zusammensucht und die Tatsachen noch mal klarstellt."

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Mieterforum Ruhr 22.09.2011

Deutsche Annington: Dreiste Abzocke mit neuer Inkasso-Tochter

Reinhard H. ist geschockt. Er streitet mit seiner Vermieterin, der Deutschen Annington, über eine Nebenkostenabrechnung. 350 € soll er nachzahlen. Doch die Abrechnung ist falsch. Das hat er beim Mieterverein erfahren. Und der hat ihn auch darauf vorbereitet, dass er Mahnungen bekommen wird, die er ignorieren soll. Eine hat er schon erhalten - mit 4,50 € Mahngebühr. Jetzt hat er die zweite in der Post und soll satte 49,50 € dafür zahlen! In der Aufregung merkt Reinhard H. erstmal gar nicht, dass das Schreiben gar nicht von der Deutschen Annington selber kommt.

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MieterInnenverein Witten 15.09.2011

Deutsche Annington verkauft Häuser an der Billerbeckstr.43 -61

Die Deutsche Annington hat einen erneuten Strategiewechsel vollzogen. Seit 2005 galt der Einzelhausverkauf aus dem ehemaligen Viterra-Bestand als wirtschaftlich unsinnig. Inzwischen scheint es wirtschaftlich notwendig zu sein. Es werden im Ruhrgebiet wieder Arbeitersiedlungen zerlegt. In Witten sind momentan die Mieter von 10 Häusern an der Billerbeckstr.43 -61 betroffen. Ihnen wird zum Teil die Gewährung zusätzlichen Mieterschutzes verweigert, den die Annington für den Fall des Verkaufs von Mehrfamilienhäusern zugesagt hatte.

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Mieterforum Ruhr 13.09.2011

Mieterinitiativentreffen Ruhr verabschiedet die Katernberger Mietererklärung

Das Mieterinitiativentreffen Ruhr hatte am Dienstag, 5,7.2011 nach Essen-Katernberg geladen, um über Probleme in vernachlässigten Wohnsiedlungen im Ruhrgebiet zu informieren. Mieterinnen und Mieter berichteten auf der Veranstaltung in Präsentationen mit eindrücklichen Bildern über ihre Probleme. Anschliessend diskutierten die MieterInnen mit Vertretern aus Mietervereinen, Politik und Verwaltung über Lösungsansätze.

Zum Abschluss verabschiedeten die anwesenden Mieterinnen und Mieter die
sogenannte Katernberger Mietererklärung mit Forderungen an die Politik, die wir im folgenden dokumentieren:

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