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TOP THEMEN: WOHNEN, MIETE, STADTPOLITIK

 

 

Annington

Deutsche Annington: Ein Finanzinvestor als Immobilienriese

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma", also auf schnelle Profite ausgerichteter Finanzinvestoren, von manchen auch "Heuschrecken" genannt. Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versucht der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Die finanziellen Risiken wachsen.

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Ruhr-Lippe und LEG

Unter Kontrolle des Finanzmarktes: Ruhr-Lippe und LEG in Witten

Mit dem Verkauf der LEG und der Ruhr-Lippe Wohnungsgesellschaft an den Private-Equity-Fonds Whitehall befinden sich weitere 700 Wohnungen in Witten unter unmittelbarer Kontrolle des globalen Finanzmarktes. Während Mietrecht, öffentliche Bindungen und "Sozialcharta" vor kurzfristiger Mieterverdrängung schützen, ist vor allem ein schleichender Verzehr der Gebäudesubstanz zu befürchten. Das beste Mittel gegen Instandsetzungsstau sind wachsame Mieter, die ihre Rechte offensiv wahrnehmen!

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hwg

HWG: Kein Verkauf gegen die Mieter und Genossenschaftsmitglieder!

HWG Mieter in VormholzDie Hattinger Wohnstätten-Genossenschaft HWG will sich zwecks Finanzierung von Modernisierungen in Hattingen (u.a. Südstadt) auf ihren Kernbereich konzentrieren und den gesamten Wohnungsbestand außerhalb Hattingens veräußern. Dies sind 272 Wohnungen in Witten-Herbede mit einem geschlossen Kernbestand ehemaliger Sozialwohnungen in Vormholz. 192 Wohnungen in Sprockhövel, 64 in Velbert und einzelne Wohnungen in Bochum und Hagen. Einen so goßen Verkauf von Genossenschaftswohnungen hat es in NRW noch nie gegeben. Der Genossenschaftsgedanke ist in Gefahr. Können sich Mieter selbst in Genossenschaftswohnungen nicht mehr scher sein? Mieterverein und Mieterbeirat Vormholz kämpfen für maximalen Mieterschutz und die Rechte der Genossenschaftsmitglieder. Einen Verkauf an Finanzanleger oder andere privatwirtschaftliche Unternehmen lehnen wir ab! Wir fordern eine solidarische Lösung!

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Haeusserbau

Häusserbau - Der Häuser-Verwerter

Häusserbau-Siedlung in WittenDie Bochumer Firma Häusserbau hat von der Viterra mehrere Siedlungen gekauft und zerlegt diese für den Weiter-Verkauf in Einzelstücke. Dabei geraten die Mieterrechte unter Druck. Viele Mieter sind lieber weggezogen. Trotzdem hat auch die kommunale Siedlungsgesellschaft Anfang 2007 120 Wohnungen an den Bochumer Häuser-Verwerter verkauft. Die Folgen für die Mieter ließen nicht lange auf sich warten.

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REITS

RIGHTs, not REITs - Recht auf Wohnen statt Recht auf Profit

Nach langer kontroverser Debatte hat der Deutsche Bundestag am 23. März 2007 die Zulassung deutscher REITs - das sind steuerbefreiten Immobilien AGs - beschlossen. Das Zugeständnis an die Kritiker: Bestehende Wohngebäude in Deutschland sind von deutschen REITs ausgenommen. Jedenfalls zunächst. Auch ohne deutsche Wohnungen aber können REITs zu milliardenschweren Steuerausfällen und einer Anheizung der Immobilienspekulation führen. Außerdem setzt sich diese Anlageform international durch. Sie ist ein Element in der Globalisierung der Immobilienmärkte. Die Auseinandersetzung wird weiter gehen.

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Immeo

IMMEO

2004 verkaufte die Thyssen-Krupp-Immobilientocher 48.000 ehemalige Werkswohnungen an ein Konsortium aus der US-amerikanischen Groß-Bank Morgan Stanley und Sparkassen. Ohne besondere Schutzbestimmungen. Das Unternehmen wurde in "Immeo" umgetauft und wenig später an einen französischen REIT weiter verkauft.

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LEG NRW

Zukunft der LEG-Mieter

Gegen alle Proteste und gegen jede Vernunft hat die schwarz-gelbe Landesregierung die LEG und ihre Töchter (u.a. Ruhr-Lippe) verkauft. Damit gehören 98.000 Wohnungen in NRW an dem Immobilienfonds "Whitehall" der reisigen internationalen Investmentbank Goldman Sachs. Zu befürchten ist vor allem ein Substanzverzehr des Unternehmens samt Kürzungen bei der Instandhaltung und dem Service. Die Mieterinnen und Mieter sollten jetzt konsequent ihre Rechte wahrnehmen. Dabei unterstützen sie die Mietervereine.

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Witten-West

Mehr Lebensqualität zwischen Witten und Heven

Lange Zeit hat es die Stadtplanung versäumt, sich um die Wohn- und Lebensqualität an den Nahtstellen zwischen Witten-Mitte und den von Privatisierungen betroffenen Werkswohnungssiedlungen in Heven zu kümmern. Inzwischen befürchtet auch die Stadtplanung, dass sich die Lebensbedingungen in diesem Gebiet weiter verschlechtern, da auch keine privaten Investitionsbemühungen zu erkennen seien.

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Zukunft für Annen

Stadtteilprojekt Annen

2004 beschloss der Rat auf Initiative der SPD die Einleitung eines Antragsverfahrens für die Aufnahme Annens in das Programm "Soziale Stadt". Inzwischen hat das Amt für Wirtschaftsförderung die Federführung übernommen und begonnen, im Dialogmit den BewohnerInnen ein "Handlungskonzept" zu erarbeiten. Denn das ist Voraussetzung für einen Antrag beim Land zur Aufnahme des Annens in das Förderprogramm.

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Siedlungsgesellschaft

Siedlungsgesellschaft: Stadt-Wohnungen unter Druck

Nach dem Rückzug der Viterra AG aus Witten ist die überwiegend städtische Siedlungsgesellschaft Witten mbH der mit Abstand größe Vermiter in Witten. Die Siedlungsgesellschaft bekennt sich zu Gemeinnützigkeitsgrundsätzen und leistet tatäschlich viel für die Versorgung der Menschen mit Wohnraum. Natürlich gibt es auch mit ihr gelegentlich Ärger. Vor allem dann, wenn sie einzelne Häuser verkauft, um Gewinne an die Stadt ausschütten zu können. Immer wieder gerät die Siedlungsgesellschaft unter politischen Privatiserungs-Druck. Wehret den Anfängen!

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