Witten, Deutschland, 07.02.2008
Wir wünschen uns, dass alle existierenden Gruppen wenigstens mit einem/r VertreterIn teilnehmen können. Ebenso willkommen sind aber alle, die noch gar keiner Gruppe angehören, sondern nach anderen Menschen suchen, um gemeinschaftliches Wohnen zu verwirklichen.
Bei dem Treffen sollten alle Anwesenden ihre Anliegen oder Erwartungen vorstellen. Existierende Gruppen oder Initiativen sollten möglichst auch ihre Projekte und bisherigen Erfahrungen kurz darstellen. Danach wollen wir überlegen, wie wir uns bei der Verwirklichung unserer Ideen gegenseitig besser unterstützen können.
In unserem Projekt "Neue Nachbarschaften" suchen wir nach Wegen, die sozialen Bedürfnisse der BewohnerInnen und Wohnungssuchenden in der Stadtentwicklung und auf den Wohnungsmärkten, beim Neubau und im Bestand, stärker zu Geltung zu bringen. Ein zentraler Ansatz dabei ist der Zusammenschluss zu Hausgemeinschaften, Wohnprojekten, Baugruppenund anderen Initiativen von Wohnungssuchenden.
Bei einer Auftaktveranstaltung Ende Oktober stellten wir unter anderem Möglichkeiten vor, durch den Zusammenschluss von Bauwilligen mehr Einfluss auf die Gestaltung der Wohnverhältnisse zu nehmen. Die Orientierung auf Bauwillige stieß dabei zunächst auf ein begrenztes Interesse, weil die Mehrheit sich Eigentum – auch in gemeinschaftlicher Form – kaum leisten kann. Umso deutlicher waren die Rufe nach neuen Wegen, im Mietwohnungsbestand gemeinschaftliche Wohnformen zu verwirklichen.
Inzwischen haben sich einige existierende Gruppen bei uns gemeldet, die bereits seit längerem auf der Suche nach einer Verwirklichung ihrer Wohnideen sind. Es haben sich auch neue Handlungsansätze gebildet.
Zu den Initiativen und Gruppen für Wohnprojekte in Witten gehören zum Beispiel.:
- Das Projekt „Neues Wohnen im Wullen“. Seit geraumer Zeit bemüht sich eine Gruppe, in Kopperation mit dem Christopherushof ein größeres gemeinschaftliches Wohnprojekt mit Integration behinderter Menschen zu realisieren.
- Ein Wohnprojekt „Freundeskreis“ sucht seit ca. 1 Jahr nach einem geeigneten Gebäu-de für eine Hausgemeinschaft in der Innenstadt.
- „Freunde in einer Straße“. Leerstehende geeignete Häuser sind schwer zu finden. Eine weitere Gruppe hat deshalb die Idee aufgegriffen, sich nach Stadtvierteln umzu-sehen, wo man wenigstens in der Nähe zusammen wohnen kann. Diese Gruppe befindet sich bereits in gezielten Gesprächen mit einer Genossenschaft.
- Die Idee eines gemeinschaftlichen Neubau-Wohnprojektes mit Nachbarschaftszentrum im „Günnemann Kotten“ in Rüdinghausen ist beim letzten Treffen auf breites Interesse gestoßen. Die Bürgerinitiative bemüht sich weiterhin, die Voraussetzungen zu schaffen.
Sicherlich gibt es weitere Gruppen und Ideen. Wir bitten darum, dass und das kurz mitgeteilt wird, damit wir die Bestandsaufnahmen vervollständigen können!
Knut Unger, MieterInnenverein Witten
Email des Autors:
html-copy: www.mvwit.de/pub/de/vor_ort~wohnen+080331123219.htm
Die Inhalte auf dieser Seite geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für die Inhalte sind die angegebenen Autoren verantwortlich. Wir sind nicht verantwortlich für die Inhalte von verlinkten Seiten außerhalb dieser Domain.
(c) Knut Unger 2004-06