Bibliothek 2007, pdf
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Kommentar
Das für Witten außerordentlich große Vorhaben "StadtGalerie" wird die Struktur der Innenstadt nachhaltig beeinflussen. Das Projekt erhöht die Einzelshandeslfläche der Innenstadt um ein Drittel. Das wird nicht ohne Auswirkungen auf den bestehenden Einzelhandel bleiben. Von den Auswirkungen sind auch die AnwohnerInnen im näheren Umfeld betroffen. Für das Projekt wird öffentlicher Raum privatisert. Nachdem die Auseinandersetzung um dieses Projekt bemerkenswert unkritisch über die Bühne ging, hat der MieterInnenverein seine Bedenken und Anregungen fristgerecht angemeldet.
"Zusammenfassend halten wir das Projekt in der geplanten Größenordnung und Ausführung für verfehlt und für den Standort unverträglich.
Verträglich wäre eine behutsame Ergänzung der Einzelhandelsflächen der Innenstadt durch eine attraktive Neubebauung des CityCenters und – falls erforderlich – eine davon getrennte Bebauung des Postgeländes. Die Bebauung sollte einen verbesserte öffentliche Fußgängerachse mit großzügigrem Raumangebot vorsehen. Für eine Verbindung zwischen den beiden Gebäuden können sicherlich interessante Lösungen gefunden werden. Im Osten des Plangebietes sollten Wohnungen und Dienstleistungen den Vorrang haben.
Das Einzelhandelsgebiet wäre strikt gegen die angrenzenden Wohngebiete abzugrenzen.
Da sie wesentliche Folgen nicht behandelt, ist die bisherige Begründung des Planvorhabens unvollständig. Ohne zusätzliche Folgeabschätzungen wäre die Abwägung fehlerhaft.
Die Nichteinbeziehung der unteren Berliner Straße in das Plangebiet halten wir für fehlerhaft. Ebenso ist die Zuordnung der südöstlichen Berliner Straße zu einem Kerngebiet angreifbar."
Knut Unger, MieterInnenverein Witten, Witten, Deutschland, 27.09.2007
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QUELL-VERSION: www.mvwit.de/pub/de/bibliothek+071025132900.htm
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