MieterInnenverein Witten |
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Witten, Deutschland, 26.09.2007HWG: Teile und herrscheDass Industriebetriebe, Staat und Städte ihre Wohnungen meistbietend verhökern, das ist in den letzten Jahren zum traurigen Alltag geworden. Bislang glaubten die Mieter, wenigstens in Genossenschaften sei das Wohnen sicher. Bislang. Seit die Hattinger Wohnstätten Genossenschaft (HWG) über 10 Prozent ihrer Wohnungen privatisieren will, ist auch diese Illusion verflogen. Auf dem Spiel stehen die Mieterrechte und die Zukunft wichtiger Sozialsiedlungen. Auf dem Spiel stehen die Rechte der Genossenschaftsmitglieder. Auf dem Spiel steht schließlich der Ruf des ganzen Sektors der Wohnungsgenossenschaften."Einer für alle – alle für einen!", das war einmal das Solidarprinzip der Genossenschaften. Bei der HWG scheint "Teile und herrsche!" daraus geworden zu sein. Denn nicht allen Mitgliedern wird hier ein Opfer für die angeschlagene Kapitalkraft des Unternehmens abverlangt, sondern - im Moment jedenfalls - "nur" den Mietern außerhalb des Hauptsitzes Hattingen. Das Kalkül scheint aufzugehen. Die "Auswärtigen" stellen nur eine Minderheit der Vertreter in den HWG Gremien. Also werden den Genossenschaftsmitgliedern in Witten, Sprockhövel und Velbert gleich alle Wohnungen an ihrem Standort weggenommen. So dass sie auch nicht in verbleibende Genossenschaftswohnungen umziehen können. Der HWG Verkauf wäre der größte Verkauf von Genossenschaftswoh-nungen, den es in NRW jemals gab. Eine Nachahmung durch andere Genossenschaften ist nicht ausgeschlossen. Denn nicht nur die HWG leidet unter Eigen-kapitalmangel und Instandhaltungs-stau. Und nicht nur der HWG-Vorstand träumt von einem an lukrativen Märkten erfolgreichen Unternehmen. Auch die Hattinger HWG Mieter sollten sich nicht allzu sicher fühlen. Dem jetzigen "ersten Verkaufsportfolio" könnten schnell weitere folgen. Die HWG hatte bei ihren Bauträgergeschäften bislang kein glückliches Händchen. In der Hattinger Südstadt sollen alte Wohnungen zu modernen Wohnungen für eine etwas zahlungskräftigere Schicht aufgepeppt werden. Auch das kann schief gehen. Knut Unger, MieterInnenverein Witten | Rubriken |
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