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Vancouver, Kanada, 20.06.2006

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UN-Beauftragter beklagt zunehmende Zwangsräumungen

Der Spezialberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Wohnen, Miloon Kothari, hat beim World Urban Forum im Juni in Vancouver die weltweite Zunahme von Zwangsräumungen beklagt.

Die Räumung von Wohngebieten sei nach internationalen Menschenrechtsstandards nur in eng begrenzten Ausnahmefällen unter frühzeitiger Beteiligung der Betroffenen an Umsiedlungsplänen zulässig, sagte der indische Menschenrechts-Experte im kanadischen Vancouver.

Die massenhaften Zwangsräumungen des letzten Jahres, u.a. in Zimbabwe, Nigeria, Indien und den Phillipinen, aber auch Räumungen aufgrund exorbitanter Mietsteigerungen u.a. in Kanada, seien mit internationalen Rechts-Standards unvereinbar.

In vielen Fällen werden die Zwangsräumungen mit Entwicklungsprojekten begründet, an denen internationales Kapital beteiligt ist. Auch Slogans wie "Städte ohne Slums" werden missbraucht, um die Armen aus städtischen Gebieten zu vertreiben. Rassistische und nationalistische Diskriminierungen führen auch in Europa zu einer massiven Verletzung von Wohnrechten der Einwanderer.

Knut Unger, Habitat Netz

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