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Witten, Deutschland, 18.03.2011
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Nach Mahnwache am 21.März: Wittener Anti-Atom- und Klimaschutzplenum
Für den 21. März, 19 Uhr laden der MieterInnenverein Witten, Habitat-Netz e.V., Basta! Witten und das "Trotz allem!" zu einem "Wittener Anti-Atom- und Klimaschutzplenum" in das Kommunikationszentrum "Trotz allem!", Augustastrasse 58 in Witten, ein. Es soll darum gehen, wie die nächsten Protestaktionen für den Atomausstieg besser organisiert werden können UND was in Witten getan werden kann, um die soziale und ökologische Energiewende zu beschleunigen. Vorher - um 18 Uhr - treffen sich besorgte BürgerInnen zu einer Mahnwache "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!" auf dem Rathausplatz.
Die Natur- und anschließende Atomkatastrophe in Japan hat viele Menschen neu motiviert, für eine schnelle Beendigung der Atomenergienutzung und eine klimagerechte Energiewende zu einzutreten. Auch in Witten kam es zu spontanen Aktionen und weitere sind geplant. Auf lokaler Ebene in Witten fehlt es aber bislang an einer parteiunabhängigen Koordination dieser Proteste.
Bundesweit sind in den nächsten Tagen viele dezentrale Protestaktionen und mehrere zentrale Demonstrationen geplant, um einen umkehrbaren Ausstieg aus der Atomenergie und eine schnelles Abschalten aller Reaktoren in Deutschland zu erreichen. Es stellt sich die Frage, wie die weitere Mobilisierung in Witten organisiert wird.
Auch lokal können wir in Witten viel zu einer klimagerechten und atomenergiefreien Energiewende beitragen. Bei der Demonstration am letzten Montag wurde der Ausstieg der kommunalen Stadtwerke Witten aus dem Atomstrom gefordert. Die Stadtwerke haben darauf bereits in der Presse reagiert. Jetzt kommt es darauf an, den Ball aufzunehmen und konkrete Schritte von den Stadtwerken einzufordern.
Dazu wird man bei den Stadtwerken mit Gesprächsbereitschaft rechnen können. Aber ein CO2-neutraler Ausstieg aus dem Atomstrommix ist nicht umsonst zu haben. Hier werden wir auch auf lokaler Ebene neue Lösungen erarbeiten und den politischen Druck – auch über die Verbraucherverbände – verstärken müssen.
Eine wirkliche Energiewende ist nur zu erreichen, wenn neben der umfassenden Umstellung auf eine Energieversorgung aus regenerativen Quellen (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse) eine starke Reduktion des Energiebedarfs erfolgt. Dies lässt sich durch lokale Maßnahmen - z.B. durch den Einsatz energieeffizienter Produktionstechnik, der Vermeidung von motorisiertem Individualverkehr und der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes – erheblich fördern. Um diese Maßnahmen sozialverträglich auszugestalten, muss aber gerade auf lokaler Ebene sehr genau hingesehen werden.
Wenn in Deutschland Atomkraftwerke abgeschaltet werden, haben die jetzt betroffenen Menschen in Japan davon nichts. Und es ist damit auch noch lange nicht gesagt, dass tatsächlich weltweit der Ausstieg aus dieser Risiko-Technik eingeleitet ist. Solidarität und Eigeninteresse gebieten es, dass wir unsere internationale Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen in andern Ländern zu konkreten Zielen verstärken.
Aus diesem Grunde laden wir – nach den Protestaktionen auf dem Rathausplatz um 18 Uhr - um 19 Uhr zu einem Anti-Atom- und Klimaschutzplenum in das Trotz allem! in der Augustastraße 58 in Witten ein. Nach einem kurzen gemeinsamen Auftakt würden wir gern in zwei Arbeitsgruppen (Protestmobilisierung und lokale Handlungsmöglichkeiten) die wichtigsten nächsten Schritte besprechen und dann in einer Schlussrunde Beschlüsse dazu fassen.
Knut Unger, MieterInnenverein Witten
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